CELLE. Am 1. Juli 2016 ist die große Sporthalle am Schulzentrum Burgstraße den Flammen zum Opfer gefallen. Bis heute gab es keine abschließende Entscheidung über Art und Umfang eines Neubaus. Sieben Monate brauchten die Zuständigen alleine dafür, um festzustellen, dass dort nicht wie erhofft eine Vierfeldhalle Platz findet (CelleHeute berichtete). Nach dem Willen von Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge soll diese Hängepartie jetzt ein Ende haben. Die Stadt hat sich dazu entschlossen, den Bau einer Dreifeldhalle am alten Standort komplett dem Landkreis zu überlassen.

Die Pläne für eine Vierfeldhalle, die zusätzliche Bedarfe der Stadt abgedeckt hätten, werden nun endgültig zu den Akten gelegt. Damit würde im städtischen Haushalt eine Investition in Höhe von 3,8 Millionen Euro eingespart werden. Celles neuer OB verspricht, dass es für die Vereine keine Verschlechterungen gegenüber der Situation vor dem Brand geben werde.

Nigge möchte jetzt sehr zügig eine Entscheidung herbeiführen. Wer im Einzelnen für Verzögerungen in der Vergangenheit verantwortlich war, sei ihm nicht wichtig. Er unterstellt aber, dass alle Beteiligten „immer wohlmeinend und mit guten Gründen unterwegs“ waren.

„Viel zu lange haben wir uns zu Größe, Ausstattung und sogar Standort eines Neubaus im Kreise gedreht. Dies hat immer wieder zu neuen Begehrlichkeiten auf Seiten späterer Nutzer geführt. Das Schlimmste aber: Wir haben viel Zeit für den Sport verloren“, so der OB. Er sei unter anderem angetreten, um den Haushalt zu sanieren. Da dürfe man sich jetzt nicht in Nice-To-Have-Diskussionen verzetteln, die ohnehin nicht bezahlbar seien. „Wir können froh sein, wenn wir zukünftig die Strukturen und die gewohnten Standards für den Sport erhalten. Das ist mit einer Dreifeldhalle gewährleistet“, ist Nigge überzeugt.

Alle weitergehenden Bedarfe, insbesondere im Schulsport, würden nun seitens der Stadt losgelöst geprüft. In der Frage zusätzlicher Hallenkapazitäten sei die Stadt dann autark und könne zielgerecht und flexibel planen.
Nigge: „Jetzt zählt, dass die Sache endlich Fahrt aufnimmt und Vereine nicht schlechter gestellt werden als vorher.“

Foto: Peter Müller

2 Antworten zu “Entschieden: Landkreis soll Dreifeldhalle an der Burgstraße alleine bauen”

  1. Torsten Schoeps sagt:

    Sehr konsequent und gut, Herr OB,
    mit den ersparten Millionen können
    wir demnächst dann unsere eigene
    städtische Sporthalle in eigener
    Regie und ohne möglicherweise
    ewig dauernde Abstimmungsprozesse
    mit evt. Partnern ohne nennenswerte
    Verhzögerungen bauen.

  2. Michael Wolfgang Ahrend sagt:

    Guten Tag ,
    eine gute und Sinnvolle Haltung.
    Ein Fingerzeig in die richtige Richtung.
    Weiter so.

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