CELLE. Der GeoEnergy Celle e. V. darf im Landkreis Celle nach Erdwärme suchen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat dem Unternehmen jetzt eine Aufsuchungserlaubnis für ein etwa 84 Quadratkilometer großes Feld erteilt. Das Erlaubnisfeld berührt in Teilen die Stadt Celle sowie die Gemeinden Hambühren, Adelheidsdorf, Nienhagen und Winsen (Aller). Bei der Prüfung des Erlaubnisantrags für das so genannte Feld „Celle-Erdwärme” hat das LBEG Stellungnahmen des Landkreises Celle und der Gemeinden berücksichtigt.

Mit der Erlaubnis hat sich der GeoEnergy Celle e.V. ab dem 01. Januar 2017 für zwei Jahre das alleinige Recht gesichert, in diesem Gebiet nach Erdwärme zu suchen. Damit sind noch keine technischen Maßnahmen, wie zum Beispiel Bohrungen, verbunden. Nach Erteilung einer Aufsuchungserlaubnis startet der Inhaber in der Regel ein umfassendes Rechercheprogramm. Dazu gehört zum Beispiel das Sammeln bereits bestehender Bohrdaten oder von Gesteinsproben. Oft werden geowissenschaftliche Daten über den Untergrund eingekauft und analysiert.

Fällt eine solche Recherche positiv aus, kann das Unternehmen in einem zweiten Schritt Betriebspläne für technische Erkundungsmaßnahmen, wie seismische Untersuchungen oder Bohrungen, beim LBEG einreichen. Über diese Betriebspläne entscheidet das LBEG dann als Bergbehörde auf der Grundlage des Bundesberggesetzes (BBergG) und des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG). Dabei werden die betroffenen Gemeinden als Planungsträger und die in ihrem Aufgabenbereich berührten Behörden (z.B. Landkreise als untere Wasserbehörde) beteiligt. Auch Umweltbelange wie z. B. Wasserrecht, Naturschutzrecht und Immissionsschutzrecht fließen in eine solche Entscheidung ein.