An einer Stahlleitung der RWE Dea AG wurde gestern erneut eine Leckage entdeckt. Die Leitung befindet sich auf dem Betriebsplatz der Bohrung Becklingen Z1 der RWE Dea AG und dient dem Transport von Lagerstättenwasser auf dem Betriebsplatz. Das Unternehmen informierte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) umgehend von dem Schaden.

Nach ersten Schätzungen ist aus der Stahlleitung weniger als 1 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten und auf den befestigten Betriebsplatz gelaufen. Die ausgetretene Flüssigkeit hat den Betriebsplatz nach jetzigem Kenntnisstand jedoch nicht verlassen. Dass in dem Wasser auch Benzol ist, erfahren wir erst auf Nachfrage. Auch die entsprechende Pressemitteilung erreichte uns nicht wie gewohnt automatisch, sondern erschien nur auf der Homepage des LBEG. Dazu Rochus Rieche vom Landesamt: „Lagerstättenwasser impliziert automatisch, dass Benzol freigesetzt wird. Die Pflanzen leiden aber eher unter dem Chlorid. Nach unserer Einschätzung ist das Benzol in dieser Menge nicht gefährlich – schließlich gibt’s das auch in jedem Trinkwasser.“

Mitarbeiter eines Subunternehmens der RWE Dea AG hatten die Leckage entdeckt. Der Betreiber haben die Leitung daraufhin außer Betrieb genommen. Die ausgetretene Flüssigkeit wurde abgesaugt. Inzwischen laufen die Ermittlungen zur Schadensursache durch das LBEG. Ursache der Leckage war eine Undichtigkeit an einer Leitung zwischen dem Freiwasserabscheider und dem Lagerstättenwassersammeltank. Der Landkreis Celle und die Stadt Bergen seien über alle Vorgänge informiert. Eine Warnung der Öffentlichkeit hielten die Behörden ebenfalls für nicht notwendig.

Ende März waren auch bei Nienhagen erhöhte Benzolwerte gemessen worden, dort hätten Messungen keine Gefahr angezeigt. Benzol gilt als Leukämieförderer.

Sanierungsmaßnahmen seien nach derzeitigem Kenntnisstand nicht erforderlich. Zum Nachweis, dass es zu keiner Verunreinigung außerhalb der befestigten Betriebsflächen gekommen ist, wurden durch einen Gutachter Bodenproben im Umfeld des Betriebsplatzes entnommen. Die Analyseergebnisse stehen noch aus. Die weiteren Maßnahmen durch den Betreiber werden im Rahmen der Bergaufsicht vom LBEG kontrolliert.

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