CELLE. Die im vergangenen Monat eingeweihte Ernst-Schulze-Säule an der Trift, wurde am gestrigen Vormittag durch ein weiteres Werk erweitert. Schüler der Lachendorfer Oberschule stellten ihre eigene Interpretation der unterschiedlichen Lebensabschnitte Schulzes aus. Auf einem Poster, im Pop-Art-Stil farblich verfremdet, prangen in den nächsten Wochen zwölf Porträts von Ernst Schulze nach einem alten Stich auf der neuen Säule.

Mehr als drei Meter hoch ragt seit Ende April diesen Jahres vor dem Gästeeingang des Landkreises Celle die anderthalb Tonnen schwere Säule in die Höhe, die das Leben des Celler Dichters Ernst Schulze erzählt. Seine wichtigsten Lebensabschnitte – von der Geburt bis zum Ableben – werden um die Säule herum chronologisch aufgezählt, unterstützt durch Bilder und Zitate. Ebenfalls vorgesehen ist eine große Fläche für Arbeiten aus Schulen, die sich mit Leben und Werk Ernst Schulzes befassen. Diese Fläche ist seit Dienstag Ausstellungsfläche der Pop-Art-Interpretation durch Neuntklässler der Lachendorfer Oberschule.

Ernst Schulze hatte viele – auch gänzlich unterschiedliche Rollen in seinem Leben. „Ständig befasste er sich mit der Frage ‚Was wird aus mir?‘“, so Elke Haas. Er war ein einsamer Mensch, lebte verkrochen, las viele Bücher und wanderte alleine durch die Heide. Gleichzeitig war er ein guter, loyaler Freund und ein Kasper, anfällig für Klatsch und Tratsch, auf gesellschaftlichen Veranstaltungen. Er war Soldat im Krieg gegen Napoleon. Er war auch Wissenschaftler, der Griechisch und Latein beherrschte und Homer auswendig kannte. Er war kurzsichtig. Und er war nur 28 Jahre alt, als er starb.

Diese unterschiedlichen Facetten Schultes interpretierten die Lachendorfer Schüler im Pop-Art-Stil. In grellen, satten Farben malten sie mit Pastellkreide den alten Stich aus. Einige Wochen lang wird das Werk für Passanten zu bestaunen sein, bis es einem anderen Kunstwerk weichen muss.

Foto: Anna Karsten

Foto: Anna Karsten

Foto: Anna Karsten

Foto: Anna Karsten

Foto: Anna Karsten

Foto: Anna Karsten

Foto: Anna Karsten

Foto: Anna Karsten

Text: Anna Karsten

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