HERMANNSBURG. Krimis liegen im Trend. Viele ihrer Autoren sind dementsprechend berühmt und leben ein angenehmes Leben. Wenn dieses sich allerdings selbst in einen Krimi verwandelt, kann es ungemütlich werden. Diese Erfahrung macht Elliot Nash, die Hauptfigur des Stückes „Getting Rid of Joe“, das die English Drama Group des Christian-Gymnasiums kürzlich aufgeführt hat.

Darin schreibt der Broadway-Star-Autor Nash gerade an einem neuen Theaterstück, in dem ein unangenehmer Erpresser durch einen perfekten Mord um die Ecke gebracht werden soll. Um die Bühnentauglichkeit der Szenen zu testen, probt er mit Freunden im Wohnzimmer. Nash kommt auf die Idee, auch in der Wirklichkeit ein Problem zu lösen, wie es ihm auf der Bühne vorschwebt. Denn Nash wird selbst erpresst: Jemand droht, ein dunkles Geheimnis seiner Frau preiszugeben, wenn er nicht zahlt. Schon bald liegt die Leiche des Erpressers auf dem Teppich, doch jetzt fangen die Probleme erst an. Immer neue Ereignisse und lästige Besucher lassen die Lage eskalieren – auf überaus unterhaltsame Weise.

Dies spiegelte sich durch die Reaktionen des zahlreich erschienenen Publikums in der Aula des Christian-Gymnasiums wieder. Es tat seine Begeisterung für die Leistung der 17 schauspielernden Schüler verschiedener Jahrgänge durch Applaus und Gelächter kund; Gelächter wohlgemerkt, das durch die vielen überraschenden Wendungen und witzreichen Dialoge des Stücks hervorgerufen wurde, welches Dagmar Sommer, Englischlehrerin und Leiterin der English Drama Group, auf der Grundlage von Figuren und Motiven von Alec Coppels „The Gazebo“ adaptiert und mit den Schülern geprobt hatte. Unterstützt wurde das Ensemble von den AGs Bühnenbild unter der Leitung von Michael Koeppen, Maske (Leitung: Frank Dehn) und Technik (Leitung: Jochen Gros). In der Pause sorgte die Schulgarten-AG unter Leitung von Catharina Findt und Markus Hiestermann für das leibliche Wohl. Dank des Engagements aller – auch im Hintergrund – Beteiligten erlebten die Akteure zusammen mit den Gästen einen rundum gelungenen Abend.

Text: Sebastian Salie

 

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