LACHENDORF/EICKLINGEN. Mit Erreichen des zweiten Platzes in der Bezirksklasse hatte sich die 1. Herren für die Relegationsrunde qualifiziert. Da der SV Hodenhagen auf die Aufstiegsspiele verzichtete, musste die Entscheidung über Auf- und Abstieg allein in der Begegnung zwischen dem drittletzten der Bezirksliga, dem TuS Lachendorf, und dem Vizemeister der Bezirksklasse, dem TuS Eicklingen, fallen. Die Experten erwarteten eine äußerst ausgeglichene Partie und vor allem spannende und hochklassige Begegnungen. Sie wurden nicht enttäuscht.

Die Eingangsdoppel sollten dieses auch gleich bestätigen. Gegen das Top-Doppel auf Lachendorfer Seite, Taubert/Felgentreu konnten sich Siefert und Lüpke im ersten Satz eindrucksvoll durchsetzen. Leider kippte die Partie Mitte des zweiten Satzes und die favorisierten Lachendorfer setzten sich schlussendlich mit 3:1 Sätzen durch. Parallel hatten Söhnholz/Meier ihre Partie gegen Stieler/Lehnhoff lange Zeit fest im Griff, führten bereits mit 2:0 Sätzen und hatten schon Matchball. Dieser konnte jedoch nicht verwandelt werden und die Lachendorfer drehten den Satz und gewannen auch den vierten Satz zum 2:2 Satzausgleich.

Spät, aber nicht zu spät, besannen sich Tim und Albrecht und gewannen den Entscheidungssatz zur Erleichterung der mitgereisten Fans mit 11:8 zum 1:1 Spiel-Ausgleich. Ähnlich eng verlief auch das dritte Doppel, in dem Gierke/Schepelmann jeweils die Sätze 1 und 3 gewannen, die beiden Lachendorfer Mauri und Sewerin aber jeweils postwendend ausgleichen konnten, so dass auch diese Begegnung im fünften Satz entschieden werden musste. Hier setzte sich die in dieser Saison ungeschlagene Eicklinger Paarung eindrucksvoll mit 11:8 durch.

Im ersten Einzel musste sich Tim Söhnholz mit dem hochaufgeschossenen Lachendorfer Spitzenspieler Kristof Taubert auseinandersetzen, der auch gleich die ersten beiden Sätze mit platzierten Topspinbällen dominierte. Auch wenn Söhnholz im dritten Match dank sehr druckvollem Spiel die Nase vorne hatte,setzte sich am Ende doch der Linkshänder eindrucksvoll durch. Trotz sehr kurzfristiger Anreise zeigte parallel Markus Scavarda gegen Andreas Felgentreu einmal mehr seine ganze Klasse und holte den nächsten Punkt für sein Team. Wie man intelligent gegen Materialspieler agiert, zeigte anschließend Dietmar Siefert der seinem Gegenüber, dem Materialspieler und sehr unorthodox spielenden Falk Stieler, nicht den Hauch einer Chance ließ. Mit 11:8, 11:3 und 11:9 holte Siefert den vierten Punkt für Eicklingen. Im Gegenzug folgte aber direkt der Anschlusspunkt für Lachendorf. Christian Mauri hatte in einer sehr ausgeglichenen und engen Partie am Ende das bessere Ende für sich gegen Eicklingens Albrecht Meier und gewann in fünf Sätzen.

Ganz anders verlief die Begegnung zwischen Axel Gierke und Michael Sewerin, in der Gierke mit 3:0 Sätzen deutlich die Oberhand behielt. Wesentlich ausgeglichener verlief die zweite Begegnung im unteren Paarkreuz zwischen Noah Lüpke und Nico Lehnhoff. Nach 2:2 Sätzen und 7:1 Führung im fünften Satz sah der Lachendorfer schon aus wie der sichere Sieger. Allerdings blieb Lüpke auch in dieser Phase völlig cool und locker, kämpfte sich wieder ran, hatte beim 9:8 Zwischenstand schon wieder die Nase vorne und holte sich den Satz noch mit 13:11 in einer dramatischen  Verlängerung zum 6:3 Zwischenstand. Im Topspiel zwischen den beiden „Einsern“ erwarteten alle Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Dem war aber nicht so. Mit 11:7, 11:6 und 11:9 setzte sich der Eicklinger Markus Scavarda doch unerwartet deutlich gegen Kristof Taubert durch. Parallel konnte Tim Söhnholz einen 2:0 Satzvorsprung und eine Führung im vierten Satz nicht nutzen gegen Andreas Felgentreu, so dass dieser das Spiel noch drehen konnte und mit 3:2 Sätzen als Sieger vom Tisch ging.

Als dann auch Albrecht Meier gegen Falk Stieler den Kürzeren zog, stand es nur noch 7:5 für Eicklingen. Der an diesem Tag überragende Dietmar Siefert ließ letztlich der Lachendorfer Nr. 4 Christian Mauri aber keine Chance und holte Punkt Nr. 8 für sein Team. Den Deckel drauf setzte dann Axel Gierke, der mit einem klaren und jederzeit ungefährdeten 3:0 Siege gegen Lehnhoff für den umjubelten 9:5 Endstand sorgte und damit die Rückkehr in die Bezirksliga besiegelte. „Das war nochmal ein hartes Stück Arbeit. Letztlich haben wir uns heute belohnt für eine sehr starke Saisonleistung. Das Saisonziel war der sofortige Wiederaufstieg und das haben wir geschafft. Wir sind alle sehr glücklich und zufrieden und freuen uns jetzt auf die nächste Saison und spannende Begegnungen in der Bezirksliga“, so ein überraschend cooler und abgeklärter Kapitän Albrecht Meier direkt nach der Partie.

1. Herren TuS Lachendorf. Foto: Pröve

 

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