„Es war ein toller Abend“: Fast 50 Bürger beim "Ideen Café" der Gemeinde Faßberg

Von Redaktion | am Fr., 30.01.2015 - 19:21

„Es war toller Abend! Wir haben im Vorfeld der Veranstaltung nicht mit soviel Resonanz aus unserer Gemeinde und noch weniger, mit so vielen super Ideen gerechnet“, freute sich der Bürgermeister der Gemeinde Faßberg, Frank Bröhl, zum Ende des ersten Ideen Cafés im Haus Gerhus in Gerdehaus.

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Kennen Sie die Situation? Sie sitzen mit Kollegen und Freunden zusammen und diskutieren über Entscheidungen, Vorträge und Schlagzeilen in der eigenen Kommune. Ideen tauchen auf, Visionen werden entwickelt und Probleme bisweilen gelöst. In einer kleinen vertrauten Runde ist es viel einfacher ins Gespräch zu kommen, als in einer großen Runde das Wort zu ergreifen. Vor diesem Hintergrund wurde erstmals in der Geschichte der Gemeinde Faßberg ein "Ideen Café" zum Thema Tourismus und dem alltäglichen Leben in Faßberg initiiert, eine Plattform für Bürgerinnen und Bürger aus allen Ortschaften, um in kleinen Gruppen über Anregungen und Vorschläge für eine innovativere und schönere Gemeinde zu diskutieren.

In Anlehnung an ein sogenanntes World Café hatte das Organisationsteam um Bettina Bouma und Anina Sakautzky eine Atmosphäre im Haus Gerhus geschaffen, die zum Argumentieren, Debattieren und Reden einlud. Leise Musik untermalte zudem das Kaffeehausflair. Zehn Stehtische waren aufgebaut und durch Skulpturen des Hankensbütteler Holzbildhauers Jürgen Eimecke und Sichtschutzwände in individuelle Bereiche unterteilt, an denen sich jeweils vier Gäste per Losentscheid zusammenfanden. Dort warteten bereits Moderatoren, um gemeinsam mit den Gästen in gut 20 Minuten kreativ zu werden und Ideen aufzuschreiben. Eine Glocke beendete die erste Runde und die Gruppen wurden neu gemischt und fanden sich an anderen Tischen mit einem neuen Moderator wieder. So war es für alle Beteiligten ein wirklich bunter und abwechslungsreicher Abend, der den Weg zu vielen konstruktiven Vorschlägen und Anregungen bereitete. Die Fragen an den Tischen lauteten: „Faßberg macht Spaß, weil…“ und „Faßberg könnte mehr Spaß machen, wenn…“.

Die Gesamtmoderation des Abends oblag Pastor Rudolf Blümcke, der zunächst die Grundidee des Cafés vorstellte und unterstrich, dass die Gespräche und Gedanken sich um die wesentlichen Dinge in der Gemeinde drehen sollten. „Wir suchen das Gelbe im Ei und wollen versuchen, dass Weiße, also andere Dinge, vom Gelben, also dem Tourismus und dem Leben in der Gemeinde, zu trennen“, so Blümcke, der mit einem rohen Ei in der Hand seinen Worten Bildhaftes verlieh. Pastor Blümcke war es dann auch, der gemeinsam mit dem Bürgermeister die Ergebnisse des Abends präsentierte und in der Kürze der Zeit grob zusammenfasste.

„Wir werden diese vielen großartigen Ideen noch einmal zusammenfassen und entsprechend aufbereiten. Wichtig ist, dass sich unsere Touristen bei uns nur wohlfühlen, wenn sich auch unsere Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde wohlfühlen“, sagte Bröhl in seinem Resümee. So gab es auch viele Stimmen, eine Rufnummer für Schadensmeldungen, quasi eine Hotline, in der Gemeinde einzurichten. „Wir haben diese Idee gerne aufgegriffen und prüfen derzeit, wie wir sie schnell umsetzen und eine entsprechende Rufnummer etablieren können“, so der Bürgermeister abschließend.
Text: Paul Hicks

Fotos: Gemeinde Faßberg