Europa als roter Faden: Gymnasium Ernestinum bleibt weitere fünf Jahre Europaschule

Gesellschaft Von Redaktion | am Di., 24.09.2019 - 18:03

CELLE. Die Europahymne „Ode an die Freude“ schallte durch die Räumlichkeiten des Gymnasiums Ernestinum, welches sich weiterhin „Europaschule in Niedersachsen“ nennen darf. Die schulfachliche Dezernentin der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Christine Hartmann, konnte Schulleiter Johannes Habekost gestern die Urkunde, die dem Ernestinum erneut den Titel für die kommenden fünf Jahre anerkennt, übergeben. Die Schule geht mit 93 Prozent der erreichbaren Punktzahl der nachzuweisenden Qualitätskriterien ins sechste „Europa-Jahr“.
„Wir haben vor sechs Jahren die Entscheidung getroffen, Europa als unseren roten Faden durch unser Schulleben zu ziehen. Wir haben vorher schon eine lange Tradition mit verschiedenen Projektpartnerschaften gepflegt. Mit dieser Entscheidung ist aber nochmal ein gewaltiger Schub durch unsere Schule gegangen“, freut sich Habekost.

Die Europäische Union sei eine Erfolgsgeschichte, die den Frieden innerhalb Europas seit 70 Jahren sichere. „Es ist daher umso wichtiger, SchülerInnen dafür schon früh zu sensibilisieren“, so der Kreisverwaltungsdirektor des Landkreises Celle, Frank Reimchen. Oberbürgermeister Jörg Nigge ergänzt: „Es gibt kaum etwas Wichtigeres, als für Gemeinsamkeiten zu arbeiten. In der EU geht es darum, andere Menschen kennenzulernen und ein Kulturverständnis gerade bei der jungen Generation aufzubauen“.

Die Aufgabe der Schule sei es auch, den Keim für Frieden und das gegenseitige Kennenlernen, zu legen und den SchülerInnen die Gelegenheit zu geben, Europa zu verstehen. „Es ist die gemeinsame Aufgabe unserer, eurer und der nachfolgenden Generation, das Projekt Europa weiterzuführen“, wandte sich Hartmann an die Jugendlichen.

Das Ernestinum pflegt Partnerschaften mit Schulen aus Frankreich, Irland, Polen und Lettland. Studiumsfahrten, Podiumsdiskussion und Austausch stehen auf dem Programm der Europaschule. Besonders stolz ist die Schulgemeinschaft, Teilnehmer am Erasmus-Plus, dem aktuellen Förderkonzept der EU für Schulen, zu sein. 30 SchülerInnen der fünften bis achten Klassen setzen sich in dieser Europaschul-AG in zwei Jahren mit den Themen Mobilität und Energie, Müll - insbesondere Plastik, Nahrung und Konsum auseinander. In vier Projekttreffen kommen alle vier teilnehmenden Schulen aus verschiedenen Ländern zusammen, um sich ihre Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren. Die AG des Ernestinums war bereits in Spanien und Rumänien zu Gast. Die Insel Kreta steht noch auf dem Plan, bevor die drei Partner in Celle begrüßt werden.