CELLE. „Gewalt“ an Bord der ms loretta. Natürlich nicht im wahrsten, brachialen Wortsinn, sondern vielmehr musikalisch, denn das wird sicher ein „bombastischer“ Abend. Über „Gewalt“ muss man in der Szene kaum Worte verlieren. „Musik hat wieder etwas zu sagen“, schrieb die renommierte „Zeit“ über die Berliner rund um Mastermind Patrick Wagner (Ex-Surrogat und Begründer der legendären „FuckUp Nights“).

„Gewalt“ sind alles, aber ganz sicher nicht Mainstream. Schubladendenken ist hier Fehlanzeige. Pendelt das Trio doch zwischen Avantgarde, Noise oder Industrial. Sie selbst nennen ihr Genre Existenzialisten-Krach. Eher „unbequem“ unterwegs, verdichten sie mit radikalster Stimme und Kunst die Unmöglichkeit und Unumgänglichkeit der menschlichen Existenz. Das ist der Kern von Helen Henflings, Patrick Wagners und Samira Zahidis Schaffen. Die Fassade sind Beats von der Maschine, klirrenden Gitarren, das Getöse, der Schalldruck und die Abwesenheit von Licht.

Hinter dieser Fassade stecken unzählige Fragen. Zum Beispiel: Kann man „das Elend tanzen“ oder kann man jedes einzelne Wort von Gewalt gleichzeitig hören und fühlen? In der Tat scheinen sich Gewalt eher für Künstler wie Daft Punk, Einstürzende Neubauten, Klaus Kinski oder Pharell Williams zu interessieren als für vermeintliche Artgenossen wie Big Black oder Ministry. Spannend ist das allemal!

Als Support eröffnet mit dem Duo Adam13 „ein neuer Stern am Rockhimmel“ (radioeins) den Abend. Sie stehen dem prominenten Top-Act in nichts nach. „Blues-Garagenrock-Punk-Orgie“ , so feierte seinerzeit die taz das Debüt der Musiker aus der Hauptstadt. Mittlerweile ist mit „Zwei mach eins“ das zweite Album auf dem Markt. Songs daraus laufen auf Playlists neben Feine Sahne Fischfilet und den Goldenen Zitronen.

Termin: Sonntag, 26. Mai | Einlass 19:00 Uhr | Beginn 20:00 Uhr
Ort: ms loretta im Celler Hafen (Hafenstraße 1-9, 29221 Celle)
Eintritt:10 €





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