Hermannsburger Fachhochschule bekundet Solidarität mit Dr. Karamba Diaby

Religion Von Extern | am Di., 21.01.2020 - 21:13

HERMANNSBURG. Der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) ist es ein wichtiges Anliegen, ihre Solidarität mit Dr. Karamba Diaby, auf dessen Bürgerbüro in Halle in der vergangenen Woche ein Anschlag verübt wurde, zum Ausdruck zu bringen. Dazu teilt die FIT mit:

Erst im Jahr 2019 haben Dr. Diaby und Kirsten Lühmann, beide Mitglieder des deutschen Bundestages, die FIT besucht und sich über die hier angebotenen Studiengänge und das Konzept des gemeinsamen Lebens und Lernens von Studierenden mit unterschiedlichen theologischen und kulturellen Erfahrungen informiert. Wir alle wissen: Der Angriff auf das Bürgerbüro von Dr. Diaby ist kein Einzelfall. Über Parteigrenzen hinweg und auch außerhalb von Parteien sehen sich Akteure, die sich politisch oder auf andere Weise für ein Anliegen oder für unsere Solidargesellschaft als Ganzes engagieren, Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt. Gleiches widerfährt Menschen anderer Herkunft oder Religion, und viele Vorfälle geschehen, ohne dass dies Niederschlag in den Medien findet. 

All diese alarmierenden Versuche, Menschen mit anderen Überzeugungen oder anderer Herkunft durch Wort oder Tat einzuschüchtern und auszugrenzen, sind zu verurteilen und erfordern ein Entgegentreten - nicht nur von staatlichen Institutionen oder von einzelnen Mutigen, sondern ernsthaft, dauerhaft und konsequent durch die breite demokratische Solidargemeinschaft. Engagierte Menschen wie Dr. Diaby müssen respektiert, unterstützt, ermutigt und in die Lage versetzt werden, sich auch in Zukunft ohne Angst und Einschränkung für ihr Anliegen einzubringen. Dazu können viele einen Beitrag leisten, auch die FIT.

„Die an der FIT praktizierte, auf gegenseitigen Respekt und friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Abstammung und unterschiedlichen Glaubens hinführende Ausbildung ist etwas, das wir gerne zur Kultur und zum 'Reichtum' dieser Gesellschaft beitragen möchten - in der Zuversicht, auf dem Weg viele Verbündete zu haben“, sagt Rektor Professor Wilhelm Richebächer im Namen der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg.