CELLE. Zum siebten Mal in Folge fand am 11. und 12. September 2017 in der Congress Union die Celle-Drilling Konferenz statt. Mehr als 230 Teilnehmer aus 17 Nationen tauschten sich zwei Tage lang über technologische Entwicklungen und Trends in der Tiefbohrbranche aus. Vom GeoEnergy Celle e.V. ins Leben gerufen, hat sich die Konferenz längst als feste Größe im Terminplan der Branche etabliert. Im jährlichen Turnus werden Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft und Projekte aus der Praxis präsentiert und diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Vertreter der Wirtschaft als auch der Wissenschaft. „Zum Nutzen des Wirtschaftsstandortes Celle werden Stadt und Region weiter als international anerkanntes Zentrum innovativer Bohrtechnologie gefestigt“, so die Veranstalter von GeoEnergiy Celle.

Als internationaler Branchentreff biete die Celle Drilling beste Voraussetzungen, um internationale Beziehungen der hiesigen Serviceindustrie weiter auszubauen, geknüpfte Beziehungen zu intensivieren und neue Geschäftskontakte für die Mitglieder der GeoEnergy Celle e.V. anzubahnen. Traditionelle oder neu geknüpfte Kontakte führen zu gemeinsamen Projekten. Deutlich wurde dieser Trend auch durch die starke Vertretung von Konferenzteilnehmern aus Norwegen. So waren z.B. das International Research Institute Stavanger IRIS oder die Norwegian University of Science and Technology und Trondheim University mit größeren Delegationen vertreten. Neben den Niederlanden stellte Norwegen die größte ausländische Beteiligung an der Konferenz, gefolgt von den USA.

Gute Kontakte der GeoEnergy Celle e.V. zu isländischen Netzwerken hatten zu einer diesjährigen Erweiterung der Celle Drilling geführt. In einer neuen dritten parallelen Vortragsspur stellte ein europäisches Projektkonsortium die Zwischenergebnisse eines internationalen Forschungsvorhabens vor. Das Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung langlebiger Hochtemperatur-Bohrlöcher und fügte sich so bestens in die Themenstruktur der Celle Drilling ein. Das im europäischen Programm „Horizon 2020“ (Forschung und Innovationen) geförderte Projekt hat acht Partner aus sechs Ländern unter Federführung der isländischen Organisation ISOR Iceland GeoSurvey.

Die Bedeutung der Tiefbohrbranche für den Standort Celle wird deutlich durch das ortsansässige Forschungszentrums „Drilling Simulator Celle“ als Außenstelle der Technischen Universität Clausthal. Am Nachmittag des zweiten Konferenztages hatten die Organisatoren der Celle Drilling die Konferenzteilnehmer zu einer Exkursion in die Forschungsanlage eingeladen. Zu besichtigen waren die inzwischen vollständig eingerichteten Betriebsstätten Softtwaresimulator und Hardwaresimulator. Die „Celle Drilling 2017“ wurde ergänzt durch eine begleitende Ausstellung von 14 beteiligten Unternehmen.

Fotos: Wolfgang Genannt

Fotos: Wolfgang Genannt

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