Dieser seit mehr als 10 Jahren bestehende Schiesswettkampf besticht Jahr für Jahr aufs Neue mit einem hochklassigen Teilnehmerfeld, welches sich aus aktiven Soldaten, Angehörigen von Polizeieinsatzkräften sowie Reservisteneinheiten zusammensetzt. Unter den 28 Teams aus den Niederlanden, Deutschland, Schweiz, Italien, Großbritannien, Dänemark und Polen war zum ersten Mal auch eine Abordnung der Lettischen Streitkräfte vertreten, die mit mehr als 2.000 Kilometern die weiteste Anreise hatte.

Stärkstes Teilnehmerfeld seit langem
Oberfähnrich (OFR) Sebastian Bünck, Teamkapitän der Schiessmannschaft der 2./FSLw, war mit seiner Erfahrung aus mehr als 30 Wettkämpfen der Erfahrenste im Team. Bünck schwor seine Mannschaft auf diesen Wettbewerb ein, lies jedoch auch wissen, dass das diesjährige Teilnehmerfeld eines der stärksten seit langem sei. Eine sehr gute Platzierung würde daher ein hartes Stück Arbeit werden und er sollte mit seiner Einschätzung richtig liegen.

Bei den folgenden Disziplinen wurden Standardwaffen des RNLMC eingesetzt. Unter anderem waren dies bei den Langwaffen das deutsche Sturmgewehr HK 417 und das amerikanische‚ Colt M4-Karabiner‘. Auf den Kurzwaffenständen lagen zwei Fabrikate eines österreichischen Herstellers bereit. Die erste Übung führte das Team um OFR Bünck, bestehend aus OFR Ann-Christin Boisen, OFR Aniko Ivanyi und OFR zur See Torsten Wiese, auf den Langwaffenstand. Das Schießen mit dem HK 417 und offener Visierung auf 100m brachte eher durchwachsene Ergebnisse. Es reichte aber aus, um das Team im Mittelfeld zu platzieren. Nachdem die erste Nervosität verflogen war, stellten sich mit dem Kurzwaffen durchweg respektable Ergebnisse ein. Die nun folgenden Stationen wurden gut abgeschlossen und das Faßberger Team konnte seinen Platz im Mittelfeld festigen.

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Teamkapitän Oberfähnrich Sebastian Bünck war der erfahrenste Schütze in der Faßberger Mannschaft.

Dynamische Übungen am zweiten Tag
Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf dynamischen Übungen, welche zum einen eine gute Waffenbeherrschung und zum anderen einen guten Überblick verlangten. Auf dem Kurzwaffenschießstand waren OFR Ivanyi und OFR Boisen so gut, das sich die beiden Soldatinnen mit jeweils 58 Ringen den ersten Platz in der Frauenwertung teilten. Durch dieses hervorragende Ergebnis beflügelt, schoss sich auch OFR Bünck in die Top 5 der Herrenwertung und es kamen leichte Hoffnungen auf, in den oberen Rängen mitzuspielen.

Die weiteren Übungen endeten ebenfalls mit guten Ergebnissen. So konnte auch OFR zur See Wiese durch gut platzierte Schüsse überzeugen, die ihm einen Platz unter den ersten fünf der Herrenwertung der Kurzwaffenstation „mit Zeitvorgabe“ einbrachte. Doch erst die spätere Auswertung sollte zeigen, ob die Ergebnisse für eine gute Platzierung ausreichen würden.

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Oberfähnrich Aniko Ivanyi konnte mit 58 Ringen den ersten Platz in der Frauenwertung erringen.

Fachschulteam errang 15. Platz in der Gesamtwertung
Die mit Spannung erwartet Siegerehrung wurde durch das Schiessteam des RNLMC in einem würdigen Rahmen durchgeführt. Nach den nun vorliegenden Ergebnissen war es leider Gewissheit, dass die teilweise sehr guten Leitungen leider nicht das erwünschte und erhoffte Ergebnis brachten. 16 der 20 Preise gingen an die drei Teams aus Lettland, welche mit einer sehr starken Teamleistung glänzten und verdient gewonnen haben. Das Team der 2./FSLw konnte sich in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld mit Platz 15 im Mittelfeld etablieren.

Abschließend bedankte sich OFR Bünck beim Organisationsteam für diesen überaus fordernden und lehrreichen Schiesswettkampf und überreichte neben des über die Grenzen der Lüneburger Heide bekannten „Heidegeistes“, das Wappen der Fachschule der Luftwaffe, welches ab nun seinen Platz in der Traditionsecke des Schiessteams der Royal Netherland Marine Commandos finden wird.

 

Text: Sebastian Bünck
Fotos: Sebastian Bünck, Ann-Christin Boisen

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