Fahrradweg zwischen Wathlingen und Hänigsen in Planung

Politik Von Redaktion | am Mi., 04.08.2021 - 16:05

WATHLINGEN. Über 30 Jahre haben die Gemeinderäte in Wathlingen für eine Radwegeverbindung nach Hänigsen gekämpft. Nun, zum Ende der laufenden Wahlperiode, scheint sich dieser Wunsch zu erfüllen, wie Bürgermeister Torsten Harms mitteilt:

Gründe für den Radweg an der stark befahrenen Landesstraße 311 gibt es viele. Ein neuer Grund habe aber nun zum Durchbruch geführt, denn mehr als 60 Schülerinnen und Schüler aus Hänigsen besuchen die Oberschule in Wathlingen. „Gerade in den Sommermonaten werden die Schülerinnen und Schüler auf das Fahrrad umsteigen“, so der stellvertretende Oberschulleiter Frank Borchert, der sich für die sichere Verbindung nach Hänigsen einsetzt.
 
Derzeit laufen die Planungen für den Fahrradweg im Bereich der Ökologie und des Tiefbaus. Gemeinsam mit den Anliegern der Landesstraße, von der Kolonie bis zur Kreisgrenze, hat Bürgermeister Torsten Harms eine Lösung erarbeitet, die zügig in konkrete Planung umgesetzt werden soll. Bei einem möglichst geringen Flächenverbrauch soll der Radweg auf der Ostseite der Landesstraße entstehen.
 
"Ein Radweg auf der Westseite würde dazu führen, dass die Landesstraße in Wathlingen-Kolonie und in Hänigsen-Riedel gequert werden müsste. Eine solche Querung der Landestraße würde zusätzliche Gefahren für die Nutzer schaffen, die man einfach mit einem Radweg auf der Ostseite ausschalten kann“, so Harms zu den Überlegungen. Im Rahmen des Waldumbaus soll ein Ausgleich geschaffen werden, um den Eingriff in die Natur wieder auszugleichen. Dabei sei ein möglichst geringer Flächenverbrauch angestrebt. Auch um eine höhere Sicherheit für die Nutzer zu gewährleisten, sollen Verschwenkungen in den Wald vermieden werden. Die Gemeinden Wathlingen und Uetze werden die Flächen erwerben. Wathlingen hat die Planung beauftragt, die vom Land erstattet wird. Den Bau und die notwendigen Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen finanziert ebenfalls das Land Niedersachsen, da sich der Radweg an der Landesstraße befindet.

Keine Alternative stellt laut Harms eine Radwegverbindung durch die Wiesen westlich der Landesstraße dar, weil dort eine Brücke fehlt, die einen erhebliche Eingriff in die Ruhezone des Waldes bedeuten würde. Darüber hinaus bestünde auch keine Sicherheit für die Nutzer des Fahrradweges durch die soziale Kontrolle anderer Verkehrsteilnehmer. 

In Wathlingen hofft man, dass die Planungen und notwendigen Verfahrensschritte bis zur Jahresmitte des Jubiläumsjahres 2022 abgearbeitet werden können. Das Versprechen von Staatssekretär Berend Lindner (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), dass dann der Fahrradweg gebaut werden kann, nehmen die Wathlinger und Hänigser Bürgerinnen und Bürger sicher gern an.