BERGEN. Zum Jahresende 2016 konnte die Ortsfeuerwehr Bergen ihre alte Drehleiter außer Dienst stellen und sie durch eine hochmoderne Hubrettungsbühne im Feuerwehrgerätehaus Bergen ersetzen. Nun, ein paar Übungs- und Einsatzmonate später, wurde diese offiziell von der Stadt Bergen über den Stadtbrandmeister an die Wehr übergeben.

Mit einer kleinen Feier im Feuerwehrgerätehaus im Fuhrhopsweg 6 in Bergen, weihte die Feuerwehr Bergen ihre neue „Drehleiter“ ein. Nach der Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister der Stadt Bergen, Rainer Prokop, an den Stadtbrandmeister Michael Sander, wurde die gesamte anwesende Einsatz- und Altersabteilung der Ortsfeuerwehr Bergen durch Pastor Matthias Winkelmann für den unfallfreien und sicheren Umgang mit dem neuen Fahrzeug gesegnet.

Bei der Fahrzeugübergabe konnte Mark Tranter als Ortsbrandmeister neben Alters- und Einsatzabteilung, Bürgermeister und Stadtbrandmeister auch Albert Michaelis als Ehrenstadtbrandmeister der Stadt Bergen und Ehrenvorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Celle e.V., willkommen heißen.

Das moderne Fahrzeug, eine Hubrettungsbühne kurz HRB, welche 630.000,-€ gekostet hat und vom Landkreis Celle mit rund 180.000,-€ bezuschusst wurde, hat bereits in mehreren Einsätzen und Übungsdiensten gezeigt, was es im Stande ist zu leisten. Sobald nur ein Menschenleben mit der Hubrettungsbühne gerettet würde, ist sie ihr Geld allemal wert, so der Stadtbrandmeister.

Im Jahr 2012 wurde bereits die Ersatzbeschaffung für die damals noch aktive Drehleiter bei der Stadt Bergen, aber auch beim Landkreis Celle, federführend durch den ehemaligen Ortsbrandmeister Peter Meinecke, beantragt. 3 Jahre und etliche Aufbaubesprechungen später, wurde über die kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft eine europaweite Ausschreibung für eine Hubrettungsbühne für die Ortswehr ausgeschrieben. Mitte 2016 fiel dann die Entscheidung, sich für einen Hubretter der Firma Rosenbauer auf Mercedes Fahrgestell zu einigen und zu beschaffen. Ein halbes Jahr später konnte dieses Fahrzeug mit dem neuen Funkrufnamen 12/38/1 in das Feuerwehrgerätehaus einziehen.

Die sehr flexible Rettungs- und Arbeitshöhe dieses Fahrzeuges beträgt maximal 32 Meter. Die Korblast beträgt 500 Kilogramm und selbst bei 19 Meter ausgefahrenem Korb noch stattliche 450 Kilogramm. Der verbaute Monitor hat eine durchflussmenge von 2500 Litern Wasser pro Minute. Außerdem ist die Hubrettungsbühne mit einer Rückfahrkamera, einer 3,5 Tonnen Kranfunktion, Atemschutzgeräten, Schlauchmaterial, einer Tauchleiter und einer Funkfernbedienung zum Bedienen ausgestattet. Per Knopfdruck lässt sich das Fahrzeug nach dem abgearbeiteten Einsatz zurückbauen, was für Maschinisten je nach Einsatzlage eine Erleichterung sein kann.

Wie der Vorgänger auch, wird das neue Fahrzeug auch zur Personenrettung oder Löschhilfe in den benachbarten Gemeinden auf Anforderung eingesetzt.

Foto: Tobias Laux

Foto: Tobias Laux

Text/Fotos: Tobias Laux

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