WIETZE. Die SPD-Fraktion im Rat Wietze äußert sich kritisch über die jüngsten Vorgänge rund um die Planung der Kinderbetreuung. Ingolf Klaasen, SPD-Ortsvereinsvorsitzender, schreibt dazu:

„Im März entnahmen wir der Informationsvorlage für den Ausschuss Jugend, Familie und Soziales, dass es demnächst 48 Kinder mehr zu betreuen gilt, und dementsprechend über Erweiterungen beziehungsweise „auch über den Neubau einer Kindertagesstätte nachgedacht werden“ soll. Erfreut über den unerwarteten ‚Kinderreichtum‘ in Wietze und gefordert über das Gewährleisten der Kinderbetreuung, nahmen die Gemeinderatsmitglieder die Informationen des Bürgermeisters Klusmann im April zur Kenntnis.

Und nun im Juni: ‚Man habe sich verrechnet und es besteht kein Bedarf für eine neue Kindertagesstätte!‘ ist die lapidare Feststellung aus dem Rathaus Wietze. Alle Planungen und Überlegungen waren unnötig, weil die Zahlen mal wieder nicht stimmen. Graf Zahl hat einen schwarzen Mantel, aber kein schwarzes Parteibuch. Wie geht es in der vom CDU-Bürgermeister Klusmann geführten Verwaltung zu, wenn man sich noch nicht einmal auf Zahlen einfachster Berechnungen verlassen kann? Entweder der Bürgermeister rückt keine Zahlen raus oder sie sind falsch! Dies ist für alle, die sich in Wietze engagieren ein Desaster!“

Klaus Warnke von der Bürgerinitiative für den Bürgerentscheid gegen den Bürgersaal ergänzt: „ Wenn noch nicht einmal der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen richtig ermittelt wird, dann ist Vorsicht geboten, wenn der Bürgermeister sich über den Bedarf für einen Bürgersaal äußert.“

Die ursprüngliche Vorlage der Verwaltung: Informationsvorlage

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