FDP: Landesamt erwägt alternative Verkehrskonzepte am Kaliberg

Von Redaktion | am Mi., 08.06.2016 - 21:09

WATHLINGEN. Die Freien Demokraten in der Samtgemeinde Wathlingen mit dem Ratsherrn Robert Kudrass und dem FDP-Landtagsabgeordneten Jörg Bode sind sehr erfreut darüber, dass die Landesregierung mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sich laut ihrer Aussage "nun endlich für alternative Verkehrskonzepte bei der Anlieferung von Deckmaterial für den Kaliberg in Wathlingen festgelegt haben".

Im April 2016 habe die FDP-Landtagsfraktion in Hannover mit Hilfe der Arbeitsgruppe vor Ort eine weitere Anfrage zum Thema Kaliberg Wathlingen an die Verantwortlichen der Landesregierung gestellt. „Wir sind sehr froh, dass unsere Anfrage zeitnah beantwortet wurde und wir so für die Bevölkerung, die Öffnung des LBEG für Alternativen beim Antransport des Füllmaterial erreichen konnte“, unterstreicht Jörg Bode und ergänzt : „Uns allen muss klar sein, dass am Kaliberg in Wathlingen künftig dringend Verhältnisse geschaffen werden müssen, die die Sicherung unseres Grundwassers gewährleisten und unserer Landwirtschaft gute und ergiebige Ernten und Erträge ermöglichen.“

Dem FDP-Ortsverband Samtgemeinde Wathlingen sind in dieser Sache die Menschen in den beteiligten Gemeinden äußerst wichtig, wie FDP-Ratsherr Kudrass betont: „Wir dürfen bei der ganzen gutgemeinten Begrünung des Kaliberges die Menschen in unseren Gemeinden nicht aus dem Auge verlieren.“ Er stellt die uneingeschränkte Forderung: „Wenn K + S mit den Aktivitäten ihrer Entsorgungs-Tochter am Kaliberg Wathlingen beginnt, muss die Verkehrsbelastung für die Bevölkerung so gering wie nur irgend möglich gehalten werden.“

Kudrass zeigte sich erfreut, dass das LBEG in die Planung jetzt endlich auch die Möglichkeit der Materialanlieferung über die alte Grubenanschlussbahn erwäge. „Diese Alternativen, über die Straße oder die Schiene die Transporte zum BEB-Betriebsplatz zu führen und dann weiter über Förderbänder zum Kaliberg, würden alle Gemeinden nachhaltig entlasten und das könnte die Bevölkerung wieder aufatmen lassen“ erklären die beiden FDP-Funktionsträger Bode und Kudrass.

Durch die klaren Aussagen des LBEG zum Thema „Stiftung“, das für die Gemeinden wegen der möglichen Rekultivierungen ein hohes finanzielles Sicherheitsrisiko darstelle, sei das Thema vorerst vom Tisch. Das LBEG lasse keine Vereinbarungen zu, bevor das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist.

"Weiter müssen unbedingt alle Arbeiten zur Begrünung des Kaliberges von den Gemeinden intensiv im Planfeststellungsverfahren, das im Herbst diesen Jahres beginnen soll, begleitet werden", fordern die FDP-Politiker. „Hierbei sollten parteiübergreifend die Interessen der Bevölkerung vertreten werden, und die gewählten Volksvertreter werden uneingeschränkt die Aufgabe haben, sich dabei für die Menschen einzubringen“ fordert Robert Kudrass.

Der Landtagsabgeordnete Jörg Bode sieht hier auch noch die eine oder andere Gefahr auf die Region zukommen, er erklärt: „Wir müssen gemeinsam darauf achten, dass bei der Aufbringung von Z2- Füllmaterial nicht auf der Halde in Wathlingen eine neue Schadstoffdeponie entsteht. Ich werde mich dafür einsetzen, dass im Planfeststellungsverfahren akzeptable Vorgaben für das Füllmaterial gemacht werden und auf dem Kaliberg keine hochbelasteten Materialien abgelagert werden. Hierfür wird über die FDP-Landtagsfraktion in Zusammenarbeit mit dem FDP-Ortsverband Samtgemeinde Wathlingen ein Forderungskatalog erstellt und der Landesregierung vorgelegt“, versichert Bode.

Der Ortsvorsitzende Alexander Schadow zeigt sich " begeistert von den flachen Hierarchien innerhalb der FDP". „Es ist sehr schön zu sehen, wie die gute Zusammenarbeit zwischen Landes- und Ortsverband funktioniert und zu solchen Erfolgen führen kann."

Die stellvertretende Bürgermeisterin Bea Thunich (FDP) aus Wathlingen beschäftigt sich sehr stark mit der Nachnutzung des Kaliberges. Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung sind dabei willkommen. Sie sagt dazu: „Ich würde es schön finden, wenn dieses Begrünungskonzept nach Abschluss der Maßnahmen für die Menschen in den Gemeinden für Freizeit-Aktivitäten genutzt werden könnte. Das sollte das Ziel sein und würde somit zu einem Nutzen des Kaliberges führen.“