Vor 25 Jahren haben sich Menschen aus unterschiedlichen pädagogischen Fachrichtungen in Celle zusammengetan und die Berufsgruppe „Brennessel e.V.“ – gegen den sexuellen Missbrauch an Kindern – gegründet. Zum Abschluss diverser Aktionen in diesem Jahr fand heute im Kreistag die offizielle Feierstunde mit den Gründerinnen und immer noch Aktiven Sabine Oswald und Christa Pahls-Korzonnek statt, mit musikalischen Einlagen der Kreismusikschule Celle sowie Grußworten von Landrat Klaus Wiswe und Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende sowie Festrednerin Sonja Blattmann vom MuT–Zentrum (Musik und Theater für junge Menschen). Alle betonten die Dringlichkeit dieses Vereins und lobten das Wirken zum Beitrag der Enttabuisierung dieser Thematik. Auch Bundespräsident Joachim Gauck schloss sich in einem Grußschreiben diesem Lob an. Gleichzeitig bedauern sie, dass diese Arbeit wohl auch die nächsten 25 Jahre nötig sei – aber „sexuelle Gewalt passiert nun einmal in unserer Gesellschaft tagtäglich“, so OB Mende.

Der Verein Brennessel wurde 1990 gegründet und als gemeinnützig anerkannt. Als Aufgaben und Ziele der Arbeit setzte sich der Verein:

Stützung und Stärkung der betroffenen Kinder und ihrer Angehörigen, Entwicklung konkreter Hilfen
Ausbau der eigenen Professionalität und Umgang mit unseren Gefühlen
Vernetzung als multiprofessionelle Kooperation der zusammen-wirkenden Einrichtungen der Jugendhilfe, Fallbesprechungen und gemeinsam entwickelte Veranstaltungen, Fortbildungen und Projekte
Prävention durch Stärkung und Selbstbehauptung von Kindern unter Einbeziehung der Eltern, Erzieher und Lehrer
Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung, Enttabuisierung, Versachlichung des Themas in den Medien und bei Veranstaltungen für Eltern, Schüler und Interessierte
Offene Sprechstunde als eine Anlaufstelle für Betroffene und Rat-suchende
Initiierung von Fortbildungen für interne und externe Fachkräfte der Jugendhilfe
Fachberatungen in Kindertagesstätten und Schulen bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch eines Kindes
Initiierung und Förderung von Projekten in Kindergärten und Schulen, z.B.: Arbeit mit jugendlichen Straftätern, die Kinder sexuell missbraucht haben.

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