CELLE. Der Arzt Felix Oestreicher wurde im Januar 1944 von den Niederlanden aus mit seiner Familie in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Hier führte er heimlich ein Tagebuch. Zwischen den täglichen Notizen finden sich 19 Gedichte, von denen zehn jetzt in einer Ausstellung in der Synagoge Celle im deutschsprachigen Original und in englischer Übersetzung gezeigt werden. Sie werden kombiniert mit Fotografien zur Geschichte der Familie: Bewusst wird nicht die nationalsozialistische Verfolgung, sondern die soziale Normalität des Lebens einer jüdischen Familie gezeigt, die sowohl deutsche als auch niederländische Wurzeln hat.

Eine Medienstation mit weiteren Fotografien und Dokumenten zur Familie Oestreicher ergänzt die Ausstellung. Die hier thematisierten „Drillingsberichte“ von Felix Oestreicher zur Entwicklung seiner drei Töchter ermöglichen einen inhaltlichen Zugang zu den Gedichten: Verdeutlicht werden die zunehmenden Einschränkungen und Gefährdungen der jüdischen Bevölkerung nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Niederlande. Ein Katalog ergänzt die Ausstellung. Veranstalter ist die Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Ort:                       Celler Synagoge, Im Kreise 24

Eröffnung:          Donnerstag, 22. November 2018, 19.00 Uhr

Laufzeit:              23. November 2018 bis 20. Januar 2019

Einführung:       Dr. Thomas Rahe, wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Veranstalter:    Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.



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