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Celle - Bauhaus - Otto Haesler - Ulrich Kinder - Festakt - Oskar Spital-Frenking

Festakt zum Bauhaus-Jubiläum: „Haesler hat etwas gemacht mit dieser Stadt“

10.05.2019 - 17:37 Uhr     CELLEHEUTE    0


CELLE. „Otto Haesler hat etwas gemacht mit dieser Stadt. Nicht nur durch sein Wirken an sich, sondern vor allem und gerade in diesem und dem letzten Jahr.“ Zu diesem Schluss kam Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge beim heutigen Festakt zum 100-jährigen Bauhaus-Jubliäum. Zwar sei Celles DNA das großartige Fachwerkensemble, aber im derzeitigen Bauhausfieber sei Celle dabei, durch die Wiederentdeckung Otto Haeslers seine DNA zu erweitern und das Thema Bauhaus – Neues Bauen ebenso stolz vor sich her zu tragen  alle anderen Attribute.



Bisher sei Otto Haesler im Stadtbewusstsein überlagert gewesen „von vielen Superlativen, die unsere wunderschöne Stadt zu bieten hat“. Als Beispiel für das neue Bauhaus-Bewusstsein nannte Nigge die zahlreichen Veranstaltungen und Angebote, die derzeit und noch das ganze Jahr hindurch in Celle stattfinden. „Alle machen mit, von den Celler Kindern, die ein Bauhausmotiv als überdimensionales Lego-Mosaik mit fast 100.000 kleinen Steinen zusammensetzen, über diverse Ausstellungen, Vorträge und Lesungen und neuen Themenführungen, die speziell zu diesem Thema organisiert und konzipiert wurden bis hin zum Schlosstheater, das gerade die Premiere des Stückes „Haesler, für ein neues Bauen“ in der Direktorenvilla gefeiert hat. Ein Rundweg mit Info-Stelen wurde erstellt und das Otto-Haesler-Museum wird nach umfangreichen Sanierungsarbeiten an diesem Wochenende wiedereröffnet. Viele Schülerinnen und Schüler haben sich am Fotowettbewerb BauhausSchauhaus beteiligt.“

Die Ausführungen von Stadtbaurat Ulrich Kinder und den Festvortrag von Prof. Oskar Spital-Frenking geben wir hier ungekürzt wieder  (Es gilt das gesprochene Wort). Andere liegen uns nicht vor. 

Rede von Ulrich Kinder:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie nicht nur als Stadtbaurat der Stadt Celle, sondern auch als Vorsitzender der Otto-Haesler-Stiftung im Namen des Vorstandes und des Kuratoriums der Stiftung ebenfalls ganz herzlich begrüßen.

Es ist doch interessant, wie einige der Themen, die Otto Haesler in seinem Berufsleben und vor allem in den unruhigen und wilden 1920er Jahren umgetrieben haben, aktuell wieder auf der Tagesordnung von fachlichen, ja gesellschaftlichen Debatten stehen:

Die Stadtbaukunst, der schöne Städtebau, die Kunst der Schönheit des Bauens wird in Zeiten der Wärmedämmverbundsysteme und dem Gebot der großen Zahl im Wohnungsneubau wieder zum Thema. Erkennbar u.a. an der „Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ von 2007 oder aktuellen Initiative zur „Reform der städtebaulichen Gesetzgebung“ der Bundesarchitektenkammer, Bundesbaukulturstiftung und weiterer Institutionen. Haesler war immer auch ein künstlerischer Architekt, der gemeinsam mit Karl Dreher, Ludwig Vierthaler, Karl Völker u.a. großen Wert auf architektonisch ansprechende und künstlerisch hochwertige Architektur gelegt hat – innen wie außen. Dietrich Klatt hat dieses vorgestern bei seinem mitreißenden Vortrag in der Altstädter Schule vor allem an seinen Vorkriegsbauten sehr detailreich und plastisch nachgewiesen. Die Schönheit der Bauten und Siedlungen Otto Haeslers zwischen 1906 und 1933 prägt die Stadt Celle an vielerlei Standorten noch heute

Kostengünstiges Bauen ist ein weiteres Thema. Alle Welt ruft nach bezahlbaren Wohnungen in Zeiten explodierender Baukosten. Dieses war auch in den 1920er Jahren so und war die Bewohner im wahrsten Sinne des Wortes existenziell. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise der damaligen Zeit hatten viele kein Dach über dem Kopf und waren auf bezahlbaren Wohnraum dringend angewiesen. Haesler hat dieses als eines der herausfordernsten gesellschaftlichen Probleme seiner Zeit erkannt und es zu seiner Aufgabe gemacht, guten Wohnraum zu günstigen Preisen zu bauen. Daher seine eigenen Forschungen und seine Mitwirkung in der Reichsforschungsanstalt immer mit dem Ziel, seine Bauten weiter zu optimieren. Mit dem Blumläger Feld hatte er es erreicht, die reichsweit günstigsten Wohnungen zu erstellen und auf sehr kleinem Grundriss mit ausgefuchsten Lösungen dennoch menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen.

Gemeinschaftliches Wohnen ist wieder en vogue – gerne auch generations-übergreifend. Genossenschaftliches Bauen erlebt eine neue Blüte. Für die Siedlungen Italienischer Garten, St. Georgs-Garten und Blumläger Feld von Otto Haesler wurden in Celle mit der Volkshilfe eG und der Städtischen Wohnungs-fürsorge-Gesellschaft als Vorläufergesellschaft der WBG eigene Wohnungsbau-gesellschaften gegründet, um für die dringende Aufgabe der Schaffung neuen und bezahlbaren Wohnraums geeignete Organisationen zu schaffen.

In der Architekturszene wird derzeit sehr intensiv über serielles Bauen und vorgefertigte Bauteile diskutiert, die das Bauen kostengünstiger und schneller umsetzbar machen sollen. Auch das war schon Thema in der 20er Jahren. Haesler konnte mit seinen Grundrissen für den St. Georg-Garten und das Blumläger Feld standardisierte Bauteile einsetzen und er hat mit neuen Konstruktionsformen experimentiert (Stw. Stahlskelettbauweise), um Kosten zu senken. Ich bin mir sicher, würde Haesler heute bauen, er würde in Holzrahmenbauweise und unter Verwendung vorgefertigter Holztafelbau-
elemente bauen.

Last but not least in dieser kurzen Aufzählung das Thema der öffentlichen Bauten. Wenn wir nach Skandinavien schauen, nach Holland oder Frankreich, dann sehen wir, wie durch neue öffentliche Bauten, Bibliotheken, Theater, Konzertbauten etc. Impulse für die Aufwertung ganzer Stadtquartiere gesetzt werden und wie belebend und ausstrahlend öffentliche Nutzungen auf ihr städtebauliches Umfeld sein können. Haesler hat mit der Altstädter Schule, aber auch mit dem Aschrott-Altenheim in Kassel öffentliche bzw. halböffentliche Bauten mit einer einzigartigen Qualität, einer hohen Funktionalität und einer besonderen Aura geschaffen, die bis heute anhält.

Diese besonderen Qualitäten der Bauten und Siedlungen Otto Haeslers wird Ihnen, nach dem kommenden musikalischen Intermezzo, unser Festredner, Herr Prof. Oskar Spital-Frenking, näherbringen. Herr Spital Frenking ist Inhaber des Architekturbüros Spital-Frenking + Schwarz in Lüdinghausen und Dortmund und hat seinen Bürositz im ehemaligen Museum am Ostwall – jetzt Baukunstarchiv Nordrhein-Westfalen. Er hat dieses Gebäude auch umgebaut. Vor allem aber ist er ein profunder Kenner der Architektur des Neuen Bauens in Theorie und Praxis und hat dafür mehrere Preise bekommen, u.a. für die Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule in Lünen, einem Bau von Hans Scharoun sowie des Adolf-Grimme-Instituts in Marl. Er ist seit über 20 Jahren Professor an der Fachhochschule Trier und leitet dort den Aufbaustudiengang Baudenkmalpflege.

Ich freue mich schon jetzt auf seinen Vortrag. Im Anschluss daran werde ich Ihnen, in Ergänzung des Programms, kurz erläutern, wie wir in Celle das 100jährige Bauhausjubiläum begehen werden.

Festvortrag von Prof. Oskar Spital-Frenking: Haesler – Celle – Bauhaus. Eine vielschichtige Beziehung.

Einen Vortrag über einen Architekten der Moderne in der Alten Exerzierhalle zu halten, passt zu Celle. Denn Celle ist im allgemeinen Bewusstsein vor allem als eine historische Stadt bekannt, die durch den alten Stadtgrundriss, das Schloss und die ausgezeichnet erhaltene Fachwerksubstanz geprägt ist. Aber es ist eben auch eine Stadt der Moderne, der Neuen Sachlichkeit. Diese Phase ist untrennbar mit dem Namen Otto Haesler verbunden. Wer sich mit dem Architekten Haesler und seiner Zeit vertieft auseinandersetzen möchte, dem sei das wunderbare Werk von Simone Oelker „Otto Haesler, eine Architektenkarriere in der Weimarer Republik“, an dieser Stelle dringend empfohlen.

Celle ist damit sowohl eine alte Stadt als auch eine Stadt der Moderne, bedingt durch Otto Haesler. 1880 wurde er in Süddeutschland geboren, wuchs dort auf und wurde dort ausgebildet. 1906 kam er nach Celle, gründete dort sein Büro und plante und baute unermüdlich. Es dürften über hundert Projekte gewesen sein. Nicht alles wurde gebaut, nicht alles ist mehr erhalten. Die frühen Werke waren noch im Geist einer eher gemäßigten Reformbewegung entstanden, zeigten aber bereits sein großes Talent für die Architektur.

Der Bau der Siedlung „Italienischer Garten“ markierte den Umbruch und Durchbruch Haeslers zur Moderne. Die Farbgebung stand unter dem Einfluss von Karl Völker, mit dem Haesler über lange Zeit erfolgreich zusammen gearbeitet hatte. Im Volksmund wurde die Siedlung „Neu-Jerusalem“ oder „Marokko“ genannt, wahrscheinlich unter dem Einfluss von Paul Schultze-Naumburg, der sich bekannter Maßen nicht als Befürworter des Neuen Bauens auszeichnete.

Es folgten zahlreiche weitere hervorragende Beispiele des Neuen Bauens. Hier eine Auswahl: die Siedlung „Georgsgarten“ in Celle, der Um- und Anbau der Villa Steinberg in Celle, eine Siedlung in Rathenau, eine Siedlung in Kassel, die Siedlung „Blumenläger Feld“ in Celle, das Direktorenwohnhaus in Celle, und natürlich unbedingt zu benennen die berühmte Siedlung Dammerstock in Karlsruhe, zusammen mit Walter Gropius.

Die Frage nach dem Bezug Otto Haeslers zum Bauhaus kann an dieser Stelle gut beantwortet werden. Er ist eindeutig erkennbar in Haeslers Architektursprache, die er seit der Siedlung „Italienischer Garten“ angewandt hat. Die Formvorstellungen des Bauhauses, aber auch die Wahl der technischen Umsetzung in der Baukonstruktion wurden von ihm aufgenommen und weiter entwickelt. Es gab einen regen Austausch zwischen dem Büro Haesler und dem Bauhaus. So ließ er sich am Bauhaus einen Briefbogen für sein Büro entwerfen und er beschäftigte Mitarbeiter, die am Bauhaus ausgebildet worden waren, Studierende und Lehrende besuchten seine Bauwerke in Celle, er wurde von Gropius als Nachfolger von Hannes Meyer zur Übernahme der Leitung des Bauhauses vorgeschlagen, er hatte zusammen mit Gropius gebaut – viel mehr Bezug geht nicht.

Ein weiteres, berühmtes Gebäude von Haesler, das ihn neben seinen Siedlungsprojekten weit über die regionalen, ja sogar nationalen Grenzen bekannt machte, ist die Altstädter Schule in Celle, die auch die „Glasschule“ genannt wurde.

Schon der Start zu diesem Projekt war ein Besonderer: ein Wettbewerb mit bemerkenswert kurzer Bearbeitungsphase. Trotz der kurzen Zeit gab Haesler drei Entwürfe ab. Einen Entwurf mit dem schönen Namen „Septemberhitze“, einen weiteren Entwurf mit dem ebenfalls sehr schönen Namen „Schwarzer Strich“, und einen dritten Entwurf mit den wiederum schönen Namen „Gesunder Geist muß in gesundem Körper wohnen“.

Die ersten beiden Entwürfe wurden mit Preisen prämiert. Bei dem Dritten war eine solche Auszeichnung nicht möglich, da diese Arbeit die Ausschreibungsgrundlagen verlassen hatte – sie bot zu viele Räume an und erhielt nur einen Sonderpreis. Diese zusätzlichen Räume, die eigentlich nicht gefordert worden war, konnte Haesler aber zu einem sehr günstigen Preis anbieten, weshalb der Oberbürgermeister Ernst Meyer durchsetzte, dass dieser Entwurf gebaut wurde.

Was war das Besondere an diesem Konzept? Haesler hatte das geforderte Raumprogramm in Form eines „Us“ organisiert. Es gab zwei seitliche Klassenraumflügel und eine verbindende Stirnseite. Der sich dadurch bildende „Hof“ war ideal, um dort einen weiteren, nicht geforderten, großen Raum anzubieten, der sowohl als Aula wie auch als Sporthalle zu nutzen war. Abgeschlossen wurde dieser Bereich durch eine weitere, hintere Querspange, sodass der große Raum nun nur von oben zu belichten war.

Der Bau wurde in sehr kurzer Zeit errichtet und erhielt, wie auch die speziell für diese Schule entwickelten und gebauten Stahlrohrschulmöbel, sofort nationale wie auch internationale Aufmerksamkeit. Geschuldet war dies sicherlich auch einer klugen Vermarktungsstrategie, bei der sowohl die Architektur als auch die Möbel über gut gestaltete Broschüren bekannt gemacht wurden. Der Besucherstrom wurde letztlich so stark, dass besondere Besuchszeiten eingerichtet werden mussten. Jeder Besucher musste zudem eine Eintrittsgebühr von 20 Reichspfennigen entrichten.

Die Besonderheit der Schule war ihre Helligkeit im Inneren. Durch die Konstruktionsweise, die bei den Außenwänden im wesentlichen aus Betonstützen und Betonüberzügen sowie ausfachenden Mauerwerk bestand, war es Haesler möglich, eine maximale Befensterung der Klassenräume zu erreichen. Klug war seine Entscheidung, nicht wie bei dem Beispiel des Bauhauses, diese als Einfachfenster auszubilden, was zur Überhitzung im Sommer und zu unbehaglicher Kälte im Winter führen konnte, sondern Kastenfenster zu konstruieren, die über eine ausgeklügelte Mechanik gezielt be- und entlüftet werden konnten. Die Wände der Klassenzimmer zu den Fluren waren mit Oberlichtern ausgestattet, so dass auch in diese Bereiche genügend Licht fallen konnte. Der Eingangsbereich war lichtdurchflutet, mit Glasdecken aus Glasbausteinen ausgestattet und führte direkt zu zwei der vier Treppenhäusern, die großzügig mit vertikalen Fensterbändern versehen waren. Die Aula hatte eine Lichtdecke aus Glasbausteinen, so dass sie ebenfalls hervorragend ausgeleuchtet wurde. Dieser besondere Eindruck einer hellen, lichtdurchfluteten Schule begründete auch den Namen „Glasschule“, die die Altstädter Schule schließlich erhielt.

Den gleichen Eindruck wollte die Schule auch in der Außenwahrnehmung bieten. Die bauzeitlichen Fotografien zeigen eine strahlend weiße Schule auf einem hellen Schulgelände, die als prägnantes Beispiel der neuen Architektursprache verstanden werden wollte. Farbige Akzente, zum Beispiel an den Dachkanten, erzeugten eine gewisse Farbigkeit, so dass die Schule in der Literatur manchmal auch als „bunt“ beschrieben wurde. Doch die bauzeitlichen Fotografien sind nur in schwarz/weiß gehalten. Zum Teil sieht man, dass die Bilder sogar nachbearbeitet worden waren, um den Eindruck eines makellosen strahlend modernen Gebäudes weiter zu verbessern.

Der Druck, das Gebäude möglichst schnell einer Öffentlichkeit präsentieren zu können, muss sehr groß gewesen sein. Gebaut wurde sehr schnell und nicht sehr gründlich, und bald gab es erste Schäden und damit auch erste Kritiken. Der Außenputz war nur einmal gestrichen worden. Es fehlte an Elektrizität und somit Beleuchtung in den nicht so hellen Stunden und bald stellten sich erste Risse in den Fassaden ein. Natürlich gab es nicht nur Befürworter und Bewunderer für die neue Form des Bauens, sondern auch Skeptiker und ablehnende Haltungen. Diese bekamen mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten deutliches Übergewicht. Die Schule wurde zwar nicht abgerissen, aber eine besondere Pflege oder Zuspruch wurde ihr nun nicht mehr erteilt.

Sie blieb dennoch erhalten und überstand den Zweiten Weltkrieg, auch wenn sie eine besondere Wertschätzung weiterhin nicht erfahren sollte. Vielmehr führte deutsche Gründlichkeit bei einer Sanierungsmaßnahme dazu, dass sämtliche bauzeitlichen Fenster – bis auf ein sehr kleines rundes Fenster in einem Abstellraum – restlos verloren gegangen sind und durch in ihrer Funktion wesentlich schlechtere neue Fenster mit Isolierverglasung ersetzt wurden. Für die Bauphysik des Gebäudes kein Vorteil. Gänzlich verloren gegangen ist der imposante Raumeindruck der Aula. Diese ist heute hinter einer vollflächigen Holzbekleidung einschließlich abgehängter Decke verschwunden, Teile der Ausstattung, wie die Empore über dem Eingang und die Lichtspielkabine, sind nicht mehr vorhanden. Als blendfreie Turnhalle sicherlich gut zu nutzen, vom Raumeindruck eher erbärmlich. Als Höchstmaß an unsensiblen Umgang, aber sicherlich sehr pragmatisch, muss auch der Anbau von Schulpavillons der benachbarten Schule angesehen werden, der die Wirkung des ursprünglich vollständig frei stehenden Gebäudes an dieser Stelle deutlich schmälert.

Dennoch ist Vieles noch vorhanden, im Detail wie in der Struktur. Und es gibt inzwischen eine veränderte Einstellung diesem Denkmal nationalen Ranges gegenüber. Eine Wertschätzung, die der Bedeutung dieses Bauwerkes wieder gerecht werden will. In einer Machbarkeitsstudie ist dargestellt worden, wie eine denkmalgerechte Instandsetzung bei gleichzeitiger Herrichtung für eine zeitgemäße und nachhaltige Nutzung als Schule aussehen und umgesetzt werden kann.

Die Schule hatte seinerzeit für Furore gesorgt, nicht nur in der Region oder im Land, sondern weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Es gibt gute Gründe, dass sie wieder viel Aufmerksamkeit bekommen wird, wenn sie erneut ihre Qualitäten zeigen darf, die sie seinerzeit ausgezeichnet hatte. Sie kann auch heute wieder zu einem herausragenden Schulgebäude werden. Den finanziellen Aufwand kann die Stadt Celle nicht alleine leisten. Aber es gibt Zusagen, dass es Unterstützung geben wird.

Wir dürfen uns auf die Zukunft freuen. Und bei dem dann wieder entstehenden großen Besucherandrang vielleicht wieder Eintrittsgeld nehmen.

 





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