Festival Migration im Film - „Die Suche nach dem Paradies“

Im vergangenen Jahre erlebte das Kino achteinhalb eine erfreulich gute Resonanz auf die Festivalreihe "Migration im Film", weshalb - gefördert durch Mittel des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" - in diesem Herbst eine "Neuauflage" angeboten wird. Neben aktuellen Spielfilmproduktionen bietet das Programm dabei auch einige (halb-)dokumentarische Filme.

Mann am MeerZum diesjährigen Auftaktfilm „Hotel Sahara - Die Suche nach dem Paradies“ ist Regisseurin Bettina Haasen zum Publikumsgespräch eingeladen. Eröffnet wird das Festival durch Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende.

"Hotel Sahara“ porträtiert westafrikanische Flüchtlinge, die in einer mauretanischen Hafenstadt teilweise jahrelang darauf warten, einen Weg über die Kanaren nach Europa zu finden. Man begegnet Menschen, die sich trotz vieler desillusionierender Erfahrungen an ihren Migrationsträumen wie an Rettungsankern festklammern. Regisseurin Bettina Haasen sagt zu ihrer Filmidee: „Einer der Gründe, diesen Film zu machen, war das dringende Bedürfnis, besser zu verstehen, warum sich so viele junge Menschen auf den gefährlichen Weg nach Europa begeben. Sie wollen eine Vision, ihre Wunschvorstellung verwirklichen, die in den Medien produziert wird, aber vor allem von denjenigen aufgebaut und übermittelt wird, die es bereits „geschafft“ haben und die regelmäßig Geld in die Heimat schicken. Niemand geht „freiwillig“ weg, sondern weil der Wunsch nach Selbstverwirklichung immer größer wird und das Bedürfnis, Schmied seines eigenen Lebens zu sein und finanziell auf eigenen Füßen zu stehen.“

Die Themen Migration und Integration prägen im Film inzwischen fast ein eigenes Genre. Stefan Eichardt, 1. Vorsitzender des Kinovereins, hierzu: „Ein nicht geringer Teil der Komödien der letzten Zeit nehmen ihr Konfliktpotenzial aus dem Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturen. Dies zeigt so den beiderseitigen Stand des Integrationsprozesses an, man kann übereinander und über sich selbst lachen. Formen von Marginalisierung und Prekarität sind in diesen Komödien aber eher Randgeschichten. Wichtig sind uns in diesem Festival deshalb auch die Filme, die sich mit staatlicherseits unerwünschter Migration auseinandersetzen, z.B. „Hotel Sahara“ oder „Die Farbe des Ozeans.““ Diese von ihm genannten Filme empfiehlt Eichardt auch für das Schulkino-Angebot im Rahmen des Festivals: „Wie schon im vergangenen Jahr machen wir das Angebot, für Schulklassen Sondervorstellungen mit Filmen aus dem Festivalprogramm zu geben.“ Wer sich hierfür interessiert, sollte sich am besten über die Webseite des Kinos melden: www.kino-achteinhalb.de Das Festival beginnt mit „Hotel Sahara“ am Mittwoch, den 24. September, 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bis zum 22. Oktober folgen immer mittwochs und gelegentlich montags weitere sechs Filme.

www.kino-achteinhalb.de