CELLE. Unlängst machten sich 48 Mitglieder und Förderer der Feuerwehr Altencelle in Richtung polnische Ostseeküste auf. Dort wurde Darlowo (Rügenwalde) als Zielort ausgewählt. Die Fahrt führte zunächst Richtung Fürstenwalde im Landkreis Oder-Spree, wo die Reisegruppe bereits vom dortigen Kreisbrandmeister Klaus-Peter Schulz erwartet wurde, der ein zünftiges Frühstück vorbereitet hatte. Nach dieser ordentlichen Stärkung ging es weiter über die Oder nach Polen, wo der Zielort pünktlich zum Abendessen erreicht wurde.

Der nächste Vormittag diente der Erholung, bevor die Gruppe nach einem kurzen Fußmarsch die SAR-Rettungsleitstelle erreichte. Während der Führung wurde der Gruppe eindrucksvoll die umfangreiche Arbeit der
Leitstelle näher gebracht, auch die Rettungsboote wurden vorgestellt. Im weiteren Verlauf des Tages ging es mit einer „Hanse-Kogge“ raus auf die Ostsee, wo bei bestem Wetter die Küste von See her betrachtet werden konnte. Wer am Abend noch ausreichend Kondition hatte, konnte in der Hotel-Lobby das Tanzbein schwingen.

Am Morgen des dritten Tages ging es nach Leba, wo Europas größte Wanderdüne erobert werden konnte. Ein ziemlich steiler Anstieg war zu bezwingen und als Belohnung erstreckte sich die „Sahara“ Polens bis direkt an die Ostsee. Bei strahlend blauem Himmel genossen die Reiseteilnehmer den Aufenthalt in den Dünen, wobei durchaus auch ein Bad in der kühlen Ostsee gewagt wurde. Ein Erlebnis war sicherlich auch die An- und Abfahrt zur Düne, mit den Elektrowagen durch romantische Waldabschnitte. Gute gelaunt von diesem wunderschönen Tag traf sich die Gruppe nach dem Essen zum Bingoabend, wo einige die richtigen Spielkarten erwischt hatten.

Der folgende Tag wurde in der näheren Umgebung verbracht. Das Schloss Rügenwalde wurde besichtigt und es bestand die Möglichkeit, die Innenstadt von Darlowo auf eigene Faust zu erkunden. Erste Anlaufstelle war für viele eins der zahlreichen Straßencafés, um in netter Atmosphäre den sonnigen Tag zu genießen. Dem Reiseführer „Henrik“ wurde vielfach die Frage gestellt, wo denn der Verkaufsraum der bekannten Wurstfabrik “ Rügenwalder Mühle“ wäre, außer einem Hinweisschild auf eine bis 1945 bestehende Schlachterei gab es nichts
zu entdecken. Die Wurstspezialitäten sind – im Gegensatz zu Deutschland – in Polen völlig unbekannt, erfuhren die Besucher. Nach einem weiteren Strandnachmittag und ausgiebigen Abendessen, traf sich die Gruppe zu
einem geselligen Abend auf der Bowlingbahn, wo bei einem kleinen Turnier die Sieger ermittelt wurden. Ein Billiardtisch sowie ein Flipperautomat waren ebenfalls stark umzingelt und es war deutlich zu spüren, dass sich alle Teilnehmer sichtlich wohlgefühlt haben.

Freitag ging es dann in Polens größte und bekannteste Kurstadt nach Kolberg, die im Krieg zu 95 Prozent zerstört worden war. Die wieder aufgebaute Marienkirche wurde besucht, auch das gegenüberliegende Rathaus wurde
in Augenschein genommen. In unmittelbarer Nahe wurde eine „Neue Altstadt“ errichtet, die von zahlreichen Plattenbauten eingerahmt wird. Im Anschluss eroberte die Reisegruppe die Kur-Promenade Kolbergs, wo
sich bei erneut bestem Wetter die Möglichkeit zu Strandspaziergang, zu einer Stärkung in den zahlreichen Restaurants oder zu einem erneuten Bad in der Ostsee bot. Im Hotel angekommen, nutzen viele „Polen auf Zeit“ die Bar um die verbliebenen Zlotys in ein Abschiedsgetränk zu investieren. Auch am letzten Abend wurde in netter Runde viel gelacht und es wurde allgemein bedauert, dass es am nächsten Tag bereits wieder nach Hause gehen würde.

Nachdem die Koffer am Samstagmorgen im Bus verstaut waren, ging es Richtung Heimat, wobei in einem Vorort von Stettin ein leckeres Mittagessen auf die Reisenden wartete. Nachdem der Bus sicher in Altencelle angekommen war, erwartete die Gruppe eine weitere Überraschung. Der Organisator der Reise, Dirk Heindorff, hatte für jeden ein Abschiedsgeschenk vorbereiten lassen. Ein mit Proviant  gefüllter Eimer sollte jeden sicher über den Sonntag bringen. Diese Überraschung war sichtlich gelungen, da wurden Erwachsene wieder zu
Kindern und konnten es kaum erwarten, ihre Überraschung in Empfang zu nehmen. Noch im Bus bedankte sich Ortsbrandmeister Wallheinke bei Dirk Heindorff und Hans-Hermann Schmitz für die vorzügliche Ausarbeitung
der Reise und hofft auf eine weitere Reise der Feuerwehr Altencelle.



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