OLDAU. Am 29.11.2017 wurde die Ortsfeuerwehr Oldau zu einer Alarmübung ins Oldauer Wasserkraftwerk an der Schleuse alarmiert. Zu Alarmübungen werden die Feuerwehrmitglieder alarmiert wie zu einem echten Einsatz und sie wissen auch frühestens beim Eintreffen an der Einsatzstelle, dass es sich um eine gestellte Situation handelt. Diese Alarmübungen sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden um den Ausbildungsanforderungen der Feuerwehrleute gerecht zu werden.

Das Alarmstichwort lautete Technische Hilfeleistung. Vor Ort hatte Ortsbrandmeister Thomas Diestel für seine Feuerwehrleute folgende knifflige Lage vorbereitet: Zwei Mitarbeiter des Kraftwerkes hatten einen Unfall und liegen verletzt in einem ca. 3 Meter tiefen Turbinenschacht. Die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden mussten nun die beiden Verletzen aus dem sehr engen Schacht befreien. Bei den Unfallopferdarstellern handelte es sich um einen Mitarbeiter des Kraftwerks und eine Rettungspuppe mit Realgewicht.

Mit viel Geschick, Teamwork, einer Feuerwehrleine und einer speziellen Rettungstrage (Spineboard) konnten die Feuerwehrleute dann die Verletzten aus dem Schacht retten. In der Übungsnachbesprechung lobte der Ortsbrandmeister die Schnelligkeit der Kameraden. Bereits 21 Minuten nach der Alarmierung war die erste Person gerettet. „Dies ist eine hervorragende Zeit, wenn man bedenkt, dass die Feuerwehrleute nach der Alarmierung von zuhause zum Feuerwehrhaus müssen, sich dort umziehen, die Fahrzeuge besetzen und dann noch den Anfahrtsweg zur Unfallstelle haben“, so Diestel.

Im Anschluss an die Übung gab es noch für alle Anwesenden eine Führung mit Erklärungen durch das Kraftwerk und es wurden die Gefahrenstellen des Gebäudekomplexes angeschaut.

Text: Sebastian Gerull

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