LACHENDORF. In Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband Celle e. V., beschaffte die Samtgemeinde Lachendorf insgesamt fünf neue Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) für ihre Ortsfeuerwehren. Die Ortsbrandmeister aus Ahnsbeck, Beedenbostel, Eldingen, Hohne und Lachendorf bekamen von Vertretern des Celler Roten Kreuzes jeweils ein AED-Gerät überreicht. Diese sind ab sofort auf den Einsatzfahrzeugen stationiert und sollen in Notsituationen eingesetzt werden. Die Ortsbrandmeister freuten sich über die Ergänzung der Einsatzausstattung da „wir bei Einsätzen vorrangig dem Schutz von Menschenleben verpflichtet sind“, wie sie sagen.

„Die vollautomatischen Defibrillatoren (Defi) sind einfach zu bedienen und wurden speziell für den Einsatz durch „Laienhelfer“ bei einem plötzlichen Herzstillstand entwickelt. Der Umgang mit einem AED-Gerät wird auch im Rahmen einer Erste-Hilfe-Ausbildung geschult. Der Einsatz eines Defis ersetze nicht den Rettungsdienst, heißt es beim DRK. Die Feuerwehren seien aber im Notfall schnell vor Ort und könnten daher mit dem automatischen Lebensretter, die Zeit bis zum Eintreffen des alarmierten Rettungsdienstes überbrücken“, teilt das DRK mit.

Grundsätzlich ist in Notfällen die 112 zu wählen. Der Anruf gelangt zur Rettungsleitstelle, von dort aus wird der Rettungsdienst oder die Feuerwehr oder sogar beide gleichzeitig alarmiert, je nach Notfall.

„Der Defi aus dem Hause Physio Control, ein Gerät der neuesten Generation, ist in lediglich drei Schritten einsatzbereit. Für die lebensrettende Behandlung sagt das Gerät genau, was zu tun ist, führt einen Selbsttest durch und verhindert eine Fehlbedienung“, so Torsten Kammann vom DRK-Kreisverband Celle e. V. Zwar seien viele Feuerwehrleute auch ausgebildete Ersthelfer, doch mit den AEDs könne quasi jeder Leben retten, so Kammann weiter.

Allgemeine Infos zum Defibrillator:
Ein Automatisierter Externer Defibrillator, kurz AED, ist ein medizinisches Gerät und findet in der Laienhilfe Anwendung. Der AED wird bei reanimationspflichtigen Personen benötigt, bei z. B. Herzrhythmusstörung kann ein Stromstoß mit dem AED Leben retten. Beim sogenannten Kammerflimmern oder der pulslosen Tachykardie ist die elektrische Impulsgebung des Herzens gestört. Die Pumpleistung des Herzens ist daher nur noch gering bis gar nicht mehr gegeben, lebenswichtige Organe wie z.B. das Gehirn, werden nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt.

Eine Herzmassage allein reicht oftmals nicht aus. Ein AED entscheidet selbst, wann der Stromstoß abgegeben werden soll und ist nicht von außen manipulierbar, dies schließt eine Zweckentfremdung oder Fehlanwendung aus. Er übernimmt jedoch keine Wiederbelebungsmaßnahmen (Beatmung und Herzmassage), sondern führt lediglich den „Reset“ des Herzens durch. „Forschungen haben gezeigt, dass durch frühzeitige Defibrillation höhere Überlebensraten erreicht werden. Deshalb ist es notwendig, innerhalb kürzester Zeit zu reanimieren sowie das Netz der schnell verfügbaren Defibrillatoren weiter auszubauen“, so das DRK.

Weitere Infos: http://defikataster.de/index.php/aed-anzeige

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