HANNOVER. Finanzminister Reinhold Hilbers wird am 17. und 18. Januar 2019 sich erneut bei zahlreichen Besuchen von aktuellen Bauvorhaben ein eigenes Bild vom Ablauf aktueller Bauvorhaben des Staatlichen Baumanagements (SBN) machen.

Bereits bei seinen Besuchen im vergangen Jahr sei deutlich geworden, dass das Staatliche Baumanagement Projekte regelmäßig im Kosten- und Terminrahmen durchführen kann. Häufig seien allerdings die rechtlichen und verfahrensmäßigen Abläufe durch das Vergaberecht, das Baurecht und die Bundeshaushaltsordnung in den letzten Jahren deutlich komplexer geworden. Hier sei nach Überzeugung des Finanzministers der Gesetzgeber gefordert, die Rahmenbedingungen für schlanke Vergabe- und Bauabläufe zu schaffen, damit die Investitionen auch zügig umgesetzt werden könnten.

Hilbers ist es wichtig, sich mit den Beschäftigten der Bauverwaltung persönlich auszutauschen, vor welchen Herausforderungen die Beschäftigten täglich stehen und wo sie Verbesserungspotenzial sehen. Dabei zeigt sich Hilbers beeindruckt von dem hervorragenden und fachkundigen Einsatz bei der Umsetzung der häufig sehr anspruchsvollen und individuellen Bauvorhaben in den Bereichen des Landes- und Bundesbaus.

Beim SB Osnabrück-Emsland in Bad Iburg wird sich der Minister über die Projektplanung des Justizzentrums in Osnabrück informieren. Für die architektonische Weiterentwicklung an exponierter Stelle überzeugte im Rahmen eines Wettbewerbes ein Entwurf, mit einem klar strukturierten und sachlichen Eingangsbereich, der sich gut proportioniert zwischen Land- und Amtsgericht einfügt und unter Einbeziehung der unter Naturschutz stehenden Platane auch stadträumlich ein markantes Zeichen setze.

In Bad Pyrmont wird Hilbers den komplett neu gestalteten Eingangsbereich des Königin-Luise-Bades einweihen. Das Bad wird zurzeit insbesondere unter Berücksichtigung des Brand- und Wärmeschutzes durch das SB Weser-Leine saniert. Eine besondere Herausforderung bestehe darin, alle Arbeiten bei laufendem Betrieb zu koordinieren und auszuführen.

Im Anschluss an ein Fachgespräch mit der Sparkasse Celle wird Hilbers gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Nigge zwei Otto Haesler Bauten in Celle besichtigen. Die Bauhaus-Architektur feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Otto Haesler war zwar nie selbst am Bauhaus tätig, obwohl er von Gropius 1930 als Bauhausdirektor vorgeschlagen wurde. Dem Stil des Neuen Bauens war er allerdings eng verbunden. Mit Unterstützung der Sparkassenstiftung wurde angesichts des Jubiläums das Otto Haesler Museum neugestaltet.

Schließlich findet in Munster durch den Minister die Grundsteinlegung für den Neubau von vier Unterkunftsgebäuden im Ausbildungszentrum der Panzertruppenschule statt. Die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und SBN ist seit langem gut und von partnerschaftlicher Zusammenarbeit geprägt. Seit mehreren Jahren sei das SBN mit Bauausgaben zwischen 140 und 180 Millionen Euro jährlich ein verlässlicher Partner für den Bund.

Für die Zielsetzung der Bundeswehr, ihre Bauinvestitionen in Zukunft zu steigern, hat Hilbers Vorsorge getroffen: Die dafür erforderlichen Personalressourcen sind bereits mit dem Haushalt 2019 berücksichtigt worden. So soll die Beschäftigungsanzahl um rund 100 Vollzeitstellen erhöht werden, 14 davon für herausgehobene Leitungs- und Fachaufgaben. Die größte Herausforderung sei dabei die Bewältigung des Fachkräftemangels im Ingenieurbereich insbesondere für die dezentralen Bundewehrstandorte in Munster und Wilhelmshaven.





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