LEADER-Fördermittel für ev. Gemeindezentrum in Wathlingen übergeben

Politik Von Redaktion | am Fr., 02.10.2020 - 08:28

WATHLINGEN. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wathlingen plant den Umbau des Küsterhauses zum Gemeindezentrum. Dafür hat sie Fördermittel der EU für die ländliche Entwicklung beantragt. Die Förderung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: LEADER-Mittel der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue in Höhe von 250.000 Euro sowie Kulturerbe-Mittel zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) in Höhe von 120.000 Euro. Für die LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue ist dieser Betrag die höchste Projektförderung in dieser Förderperiode.

Nach intensiver Vorarbeit für diese Anträge wurden gestern die Fördermittelbescheide der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue an die Kirchengemeinde überreicht. Der Vorsitzende der Lokalen Aktions-Gruppe Aller-Fuhse-Aue und Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Uetze, Werner Backeberg, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass an die Vergabe von Fördermitteln seitens der EU hohe Anforderungen gestellt würden und man die Komplexität solcher Projekte nicht unterschätzen dürfe. Er habe anfangs seine Zweifel gehabt, dass die Kirchengemeinde es schaffe, diese Anforderungen zu erfüllen. Aber sie habe dabei die richtige Unterstützung durch die Regionalmanagerin der Geschäftsstelle Amtshof Eicklingen Gudrun Viehweg. 

Die Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde, Dr. Sieglinde Ammann, und ihre Stellvertreterin, Dr. Helga Hemmerich, nahmen die Fördermittelbescheide dankend entgegen. Anschließend dankte Frau Ammann der Leader Aktionsgruppe für das entgegengebrachte Vertrauen und der damit verbundenen Wertschätzung für dieses Projekt. Ohne diese Fördermittel hätte die Kirchengemeinde dieses Projekt nicht finanzieren können, so Ammann. Durch die Zusage werde das denkmalgeschützte Ensemble von Kirche und Küsterhaus und damit ein wichtiger Teil der Dorfgeschichte erhalten. 1696 nach dem großen Brand in Wathlingen als Schulgebäude und Küsterwohnung erbaut, war es damals lange Jahre Zentrum des Dorflebens bis die Schule zu klein wurde. Durch den Umbau zum Gemeindezentrum soll an diese Geschichte wieder angeknüpft werden und eine lebendige Begegnungsstätte für kirchliche und außerkirchliche Gruppen im alten Dorfkern entstehen. 

Außerdem bedankte sich Sieglinde Ammann bei Gudrun Viehweg für ihre umfangreiche und stetige Beratung, bei den Vertretern des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg, Siegfried Dierken und Herrn Asaël für ihre Unterstützung bei der Vorbereitung der Anträge und dem Architekturbüro TW.Architekten aus Hannover, vertreten durch Herrn Woschek, für die Bereitschaft, sich dieses Projektes anzunehmen. Ein ganz besonderer Dank der Kirchengemeinde gilt dem Kirchenkreis Celle, dem wichtigsten Finanzmittelgeber dieses Projektes, der rund 60 Prozent der Gesamtkosten trägt und den zuständigen Mitarbeitern im Kirchenamt, die der Kirchengemeinde in den Jahren der Planung verlässliche Ansprechpartner und Berater gewesen seien. Die Superintendentin des Kirchenkreises, Dr. Andrea Burgk-Lempart, verwies in ihrem Grußwort zwar auch auf die schwierige finanzielle Lage der evangelischen Kirche und dass es große Anstrengungen für den Kirchenkreis bedeute, derartige Projekte zu stemmen, aber sie machte auch Mut mit den Worten Ernst Blochs „Man muss in das Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern.“