OFFEN. Satzungsgemäß haben die ehemalige Vorsitzende Gabriele Hildebrandt, die Schatzmeisterin Martina Rosenau und Sabine Marks das Restvermögen des „Fördervereins Alte Dorfschule Offen“ in Form eines großen Schecks über 2.000 Euro an die SOS-Kinderdorfstiftung in Worpswede überreicht.

Schon 1990 hatten Offener Mütter unter Federführung von Gabriele Hildebrandt die Eigeninitiative ergriffen, um ihre Kinder im Kindergartenalter gemeinsam selbst mit fachlicher Hilfe zu betreuen. Eine entsprechende Einrichtung gab es in Offen bis dahin nicht. Der Verein gründete den Kinderspielkreis, die alte Dorfschule wurde von der Stadt Bergen bzw. dem Ortsrat Offen, zur Verfügung gestellt. Der Verein stellte eine Erzieherin ein, die gemeinsam mit einer jeweils „diensthabenden Mutter“ die Betreuung und Erziehung der Kinder übernahm.

Mit Begeisterung waren die Mütter dabei, konnten ihre Kinder im Kreis anderer Kinder erleben, brachten sich in verschiedenster Weise in die Arbeit des Spielkreises ein. „Der Beitrag war je nach Nutzung der Einrichtung sehr gering und ideal waren die kurzen Wege für kurze Beine. Eigentlich ein Zukunftsmodell, aber gegen die allgemeine Diskussion, Kinder immer mehr in staatliche Aufsicht zu geben, kann so ein Modell der Eigeninitiative und Mitverantwortung leider nicht punkten“, so Gabriele Hildebrandt.

Dieses „überaus positive Beispiel von Eigeninitiative und Gemeinsinn“ wurde durch die Gründung des städtischen Kindergartens 1995 beendet. Der Förderverein versuchte noch einige Jahre durch verschiedene Aktionen wie z.B. mit dem Ferienpass „Mit Kindern lesen“, mit Eltern “Drachen bauen“, oder“ Ostereier anmalen“ eine Begründung zu erhalten, aber durch Wegfall des eigentlichen Gründungszwecks gab es keine Zukunft. „Auch die Eltern, Erzieher und der Ortsrat konnten nicht erkennen wie wertvoll diese Elternarbeit war und hatten kein Interesse an der Fortführung des Fördervereins“, bedauert Gabriele Hildebrandt. So sei es denn auch konsequent endlich mit der Scheckübergabe an das einzige SOS-Kinderdorf in Niedersachsen einen Schlussstrich zu ziehen.

Die Mütter aus Offen waren begeistert von der Arbeit der Stiftung und freuten sich, dass sie einen Beitrag leisten konnten für die Kinder, die keine Familie haben bzw. nicht in ihr leben können.

 

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