HANNOVER. Die Einführung des Reformationstages als Feiertag in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen wirft die Frage auf, wie mit Lkw-Fahrverboten umgegangen werden sollte. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer Niedersachsen hin. „Der 31.10. ist bereits in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gesetzlicher Feiertag mit einem Fahrverbot für Lkw. Einen Tag später am 01.11. gilt aufgrund des Feiertages Allerheiligen ein Lkw-Fahrverbot in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Unternehmen der Logistik, aber auch andere Wirtschaftszweige stellt dies vor erhebliche Schwierigkeiten“, erläutert die IHK Niedersachsen. „Wir fordern eine bundesweite Regelung für Fahrverbote an länderspezifischen Feiertagen“, sagt Dr. Susanne Schmitt, Hauptgeschäftsführerin IHK Niedersachsen (IHKN). „Der Wirtschaftsverkehr muss an solchen Tagen möglich bleiben“, so Dr. Schmitt weiter.

Auch für die Fahrer und deren Familien haben die uneinheitlichen Regelungen teilweise drastische Auswirkungen. Oftmals müssen die Fahrer den Tag auf Lkw-Parkplätzen an den Autobahnen verbringen. Gerade an den Landesgrenzen führt das dann oftmals zu überfüllten Parkplätzen. „Der Gesetzgeber sollte hier eine Regelung im Sinne der Unternehmen und ihrer Fahrer finden“, fordert Felix Jahn, Sprecher Verkehr der IHKN „Ohne eine einheitliche Regelung entsteht ein Flickenteppich von nicht bundeseinheitlichen Feiertagen, der allen Beteiligten nur Nachteile bringt“, so Jahn.

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