CELLE. Im Rahmen der Aktion „CDU Kreistagsfraktion trifft…“ hat im Vorfeld der Umweltausschusssitzung des Kreistages der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Celle, Volker Schulte, über die Unterschutzstellung von FFH-Gebieten aus Sicht der privaten und kommunalen Forstbetriebe vorgetragen. Er forderte dabei, notwendige Maßnahmen mit den Waldeigentümern gemeinsam zu besprechen. In einem Diskussionsprozess sollten dann die Notwendigkeiten des Naturschutzes im Einklang mit einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft erreicht werden. „Wir haben hier mit dem Landkreis Celle noch keine schlechten Erfahrungen gemacht“, so der Geschäftsführer der FBG,“ uns ist es aber wichtig, frühzeitig auch auf unser Anliegen hinzuweisen.“

Aus Sicht der CDU-Fraktion sollen die Schutzgebiete auf den „zwingend notwendigen Flächenumfang beschränkt“ werden. Es sollen dabei nur die Flächen in die Schutzgebietskulisse einbezogen werden, die als wertbestimmende FFH-Lebensraumtypen der EU gemeldet worden sind. „Als Ausnahme soll Arrondierung von FFH-Lebensraumtypen aus Sicht der Fraktion nur erfolgen, wenn die Flächen Auswirkungen auf die Schutzfläche haben. Dabei soll es Schutzgebietskulissen mit Anteilen von weniger als 50 Flächenprozenten an FFH-Lebensraumtypen nicht geben“, so die CDU-Fraktion im Kreistag.

„Die Ausführungshandreichungen zum Walderlass der neuen Regierung in Hannover haben wesentlich zu einer Entspannung der Situation beigetrage“, so Fraktionsvorsitzender Torsten Harms (CDU), „ wir wollen daher, dass dieser durch die Kreisverwaltung eins zu eins umgesetzt wird.“  Die CDU möchte in der Arbeit des Kreises sichergestellt haben, dass es für FFH-Lebensraumtypen keine zusätzlichen, über die Vorgaben des Walderlasses hinausgehende Bewirtschaftungsauflagen/Verbote gibt. Auch soll außerhalb der Schutzgebiete weiterhin eine ordnungsgemäßen Forstwirtschaft für alle sonstigen Waldflächen möglich bleiben.

Ob ein Naturschutzgebiet (NSG) oder das „mildere Mittel“ des Landschaftsschutzgebietes (LSG)zur Sicherung von FFH-Gebieten zur Anwendung komme, solle gerade auch vor dem Eigentumsrecht sorgfältig geprüft werden, um die Eigentumsrechte der Forsteigentümer durch das Vorkaufsrecht des Landes nicht zu stark einzuschränken. „Für die landwirtschaftlichen Flächen sollen im Landkreis Celle nach dem Willen der CDU ebenfalls die gleichen Grundlagen gelten“, so Kreisvorsitzender Henning Otte in einer Pressemitteilung.

Für die Christdemokraten sei wichtig, dass geschützt wird, was schützenswert ist und dabei auch die Belange der wirtschaftenden Forst- und landwirtschaftlichen Betriebe berücksichtigt würden. Dies sei bei der jetzt abgelösten Landesregierung selten der Fall gewesen, daher müssten die nun möglichen Freiräume nun genutzt werden.

 

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.