CELLE. Noch bis 27. April zeigt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, vertreten durch den
ehemaligen Lehrer der Axel-Bruns-Schule, Erhard Gumbrich, in der Pausenhalle der Schule eine Ausstellung zum
Thema „Menschen auf der Flucht“, die zuvor schon im Neuen Rathaus und in der Stadtbibliothek gezeigt wurde.

Die Wanderausstellung ist ein Kooperationsprojekt der internationalen Fotoagentur Magnum mit Amnesty
International. Die 30 Bildtafeln geben Eindrücke von Flucht und Vertreibung aus den letzten 70 Jahren wieder. Neben Bildern von aktuellen Ereignissen, sind beispielsweise ein Flüchtlingsschiff mit griechischen Flüchtlingen aus dem Jahr 1948, ein Bild aus dem Vietnamkrieg von 1968 vom Kampf um Saigon und ein Foto von 1990, das Geflüchtete in der jordanischen Wüste zeigt, zu sehen. Erhard Gumbrich, der die letzten vier Jahre seines Berufslebens als Lehrer der Elektroabteilung an der Axel-Bruns-Schule gearbeitet hat, betreut als Vertreter der Amnesty Gruppe Celle die Bilderausstellung.

Er berichtet, dass die aktive Amnesty Gruppe in Celle aus meistens neun Personen besteht, die sich regelmäßig dienstags um 19:00 Uhr im Gemeindesaal der Kreuzkirche trifft. Neue Gesichter seien immer willkommen. Seit vorgestern habe er schon auf hohem Niveau mit Schülerinnen und Schülern des Ausbildungsberufes Technischer Produktdesigner diskutiert. Gestern wäre eine Gruppe interessierter Elektriker bei ihm gewesen. Stark beeindruckt war Gumbrich auch von einem Gespräch mit einem irakischen Schüler, der auf einem Foto eine provisorische Handyladestation auf dem Wüstenboden liegend, wiedererkannt hatte und sofort von seiner eigenen Flucht erzählte.
Die Ausstellung macht deutlich, dass Flucht und Vertreibung – auch über die letzten 70 Jahre hinaus gehend –
immer ein aktuelles Thema gewesen ist.



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