CELLE. Das vierte Quartal 2017 ist beim Literaturkreis des Deutschen Frauenrings Celle den Künstlerromanen gewidmet und wird im Dezember mit einem Roman über den fiktiven Schauspieler Lionel Kupfer fortgesetzt. Am Donnerstag, dem 14.12.2017, um 15.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Fritzenwiese 46, 29221 Celle findet das nächste Treffen des Deutschen Frauenrings, Ortsring Celle statt. Thema ist der Roman „Postskriptum“ von Alain Claude Sulzer.

Lionel Kupfer ist Anfang der 1930er Jahre ein gefeierter Schaupieler im deutschsprachigen Raum. Im Sommer 1933 reist er ins schweizerische Sils Maria, um sich zu erholen und auf eine neue Rolle vorzubereiten. Mit einem jungen Postangestellten verbringt er einige erotische Stunden. Doch plötzlich erscheint Eduard, sein Liebhaber aus Wien. Kupfers neuer Vertrag wurde plötzlich gekündigt – Kupfer ist wegen seines jüdischen Glaubens in Deutschland nicht mehr erwünscht. Eduard hingegen hat sich mit den neuen Verhältnissen sehr schnell arrangiert. Lionel Kupfer emigriert nach New York. Seine Karriere ist damit quasi beendet – in Amerika braucht man ihn nicht und er hält sich mit kleinen Rollen über Wasser. 1949 kommt er noch einmal nach Europa, da er in einem Film sich selbst spielen soll. Doch letztlich wird auch diese kleine Szene herausgeschnitten.

Alain Claude Sulzer ist ein zeitgenössischer Schweizer, der als Bibliothekar und Journalist gearbeitet hat und seit den 1980er Jahren eigene Texte veröffentlicht. Zuletzt wurde er 2014 mit dem Literaturpreis des Freien Deutschen Autorenverbandes ausgezeichnet.

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