HAMBÜHREN. Am frühen Samstagabend vor dem dritten Advent sorgte der „Gesangverein Freiheit Hambühren“ in der katholischen Kirche „Heilige Schutzengel“ für ein besonderes musikalisches Erlebnis und für eine wunderbare adventliche Stimmung. Mit der Auswahl der musizierenden Gäste treffen der Dirigent Naum Nusbaum und Vorsitzende Christiane Jacklin immer wieder ins Schwarze. Der Hambührener Chor sang stimmungsvolle Advents- und Weihnachtslieder von der Renaissance bis zur Moderne, etwa „Ich steh an deiner Krippen hier“ von 1535 oder „Advent ist ein Leuchten“ von dem noch lebenden Komponisten Lorenz Maierhofer.

Immer präsentiert sich der Chor ausdrucksstark und doch eher zart zurückhaltend. Mit ihrem harmonischen Gesamtklang und der stetigen, gefühlvollen Klavierbegleitung durch Tatjana Stepanova brachten die Sänger und Sängerinnen ein wenig weihnachtlichen Glanz in die Kirche. Die Solisten Walter Porcellini, Tenor, und Ricarda Woeste, Sopran, überraschten die Zuhörer ebenfalls angenehm. Diese beiden jungen Leute hätte man eher in Hannover oder Hamburg auf der Bühne vermutet. Walter Porcellini sang mit seiner schlichten, ausdrucksstarken Stimme zwei Kammermusikstücke von Peter Cornelius und eine italienische Volksweise zu Weihnachten. Ricarda Woeste brachte etwas modernere Stücke mit ihrem fulminanten Sopran zu Gehör, beispielsweise „The Christmas Song“ von Nat King Cole von 1946 und „O Holy Night“, ein weltbekanntes Weihnachtslied von Adolphe Adam, einem französischem Opernkomponisten. Das gemeinsam von Tenor Porcellini und Sopranistin Woeste gesungene „Pie Jesu“ vom zeitgenössischen Komponist Andrew Loyd Webber beeindruckte mit jeder gesungenen Silbe.

Überzeugend war die unbeschwerte Frische, mit Schüler der dritten und vierten Klasse der Grundschule Oldau Advents- und Weihnachtslieder mit klaren, hellen Stimmen interpretierten. Für „Jingle Bells“ setzten sie auch Rhythmusinstrumente, wie beispielsweise Klanghölzer für den Pferdetrab und Schellenkranz fürs Schlittengeläut, ein. Britta Ziesmann begleitete alle Lieder auf der Gitarre. Die Kinder waren durchweg konzentriert und sehr textsicher – es wurde alles auswendig gesungen. Am Ende des Konzertes bekamen alle Mitwirkenden ihren gerechten Lohn in Form von langanhaltendem Applaus für eine glanzvolle musikalische Leistung. Sicherlich wird der Hambührener Gesangverein Freiheit auch nächstes Jahr zu seinem 150. Jubiläum wieder ein volles Haus haben.

Text: Ute Schworm

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