CELLE. Der Prozess um die mutmaßliche Unterschlagung von Fleisch in der JVA Celle endete heute vor dem Amtsgericht Celle mit Freisprüchen. Vier bereits verurteilte Schwerverbrecher waren angeklagt, Schnitzel, Würstchen und Mettenden aus der Gefängnis-Küche gestohlen zu haben – insgesamt 46 Kilo. Dabei soll sie ein Justizbeamte unterstützt haben. Den Angeklagten drohten drei Jahre Haft.

Im Prozess konnte ihnen dies jedoch nicht nachgewiesen werden – vor allem ein Hauptbelastungszeuge habe sich in widersprüchliche Aussagen verwickelt. Es konnte offenbar nicht einmal nachgewiesen werden, dass überhaupt Fleisch unterschlagen wurde – weder der Lieferant noch der JVA-Küchenchef konnten den Diebstahl bestätigen.

Wegen der Sicherheitsmaßnahmen und der Menge an Prozessbeteiligten, ursprünglich waren acht Personen angeklagt, kam es zu Verzögerungen. Das Amtsgericht Celle räumt ein, dass die Kosten den Wert des Fleisches um ein Vielfaches überschritten habe.

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