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Gesellschaft

*Aktualisiert*: Freiwillige Feuerwehr Hermannsburg feierte 125-jähriges Jubiläum

13.05.2018 - 16:20 Uhr     CelleHEUTE    0

HERMANNSBURG. Die Freiwillige Feuerwehr Hermannsburg ist 125 Jahre alt geworden. Sie ist damit die älteste Feuerwehr in der Gemeinde Südheide und eine der ältesten Wehren im gesamten Landkreis Celle. Dazu hat sie an diesem Wochenende entsprechend gefeiert – mit Fontänen und Festzelt. CELLEHEUTE.TV sendete gestern live in unserer Facebook-Ausgabe.

Am Samstagabend feierte die Feuerwehr mit zahlreichen Gästen und Freunden im Örtzepark. Neben Vertretern befreundeter Vereine, Feuerwehren und Organisationen wie der DLRG Hermannsburg, der Reservistenkameradschaft und der Patenkompanie waren auch viele Vertretungen der Gemeinde- und Nachbarfeuerwehren, der Schützengesellschaft Hermannsburg, des CVJM, des DRK Hermannsburg sowie der Johanniter Unfallhilfe Celle dabei. Ortsbrandmeister Ulf Sowinski begrüßte Bürgermeister Axel Flader, den Landtagsabgeordneten Jörn Schepelmann, den Vizepräsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Uwe Quante, den Regierungsbrandmeister Dieter Ruschenbusch, den Bezirksjugendfeuerwehrwart Thorsten Elser, den Kreisbrandmeister Volker Prüsse, den Gemeindebrandmeister der Gemeinde Südheide Henning Sander, sowie den stellvertretenden Landrat Ulrich Kaiser im festlich geschmückten Festzelt.

Ein solches Jubiläum bietet neben einem Ausblick in die Zukunft auch eine gute Gelegenheit, auf die Anfänge zurückzublicken. Zwischen 1890 und 1893 brannten in Hermannsburg sieben Wohnhäuser ab. Aus der Sorge heraus, wie man das Hab und Gut besser schützen konnte, traten Hermannsburger Bürger am 8. April 1893 in Völkers Hotel zusammen und forderten die Schaffung einer Freiwilligen Feuerwehr. Am 1. Mai 1893 lud Missionsdirektor Egmont Harms „angesehene Bürger Hermannsburgs“, so Sowinski, zu sich in seine Wohnung im neuen Missionshaus ein und hier sei dann die Freiwillige Feuerwehr Hermannsburg gegründet worden.

Heute verfügt die Stützpunktfeuerwehr Hermannsburg über vier Einsatzfahrzeuge mit einer umfangreichen technischen Ausstattung und rund 60 aktive Mitglieder sowie 17 Mitglieder in der Altersabteilung und knapp 160 fördernde Mitglieder. Besonders stolz ist die Wehr auf ihre im Jahr 2002 gegründete Jugendfeuerwehr für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 16 Jahren und die 2014 hinzugekommene Kinderfeuerwehr für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Insgesamt hat die Feuerwehr Hermannsburg heute über 260 Mitglieder. Es werden jedoch für alle Bereiche stets neue Mitglieder gesucht, um auch in Zukunft ausreichend schlagkräftig und personell gut aufgestellt zu sein.

Uwe Quante überbrachte die Glückwünsche des LFV-Präsident Karl-Heinz Banse und lobte die Aktivität und Einsatzbereitschaft der Hermannsburger Wehr. Aufgrund der Waldbrandausbildung sei Hermannsburg weit über die Gemeindegrenze hinaus bekannt geworden, so Quante. In diesem Zusammenhang lobte er den sehr guten Ausbildungsstand der Feuerwehr Hermannsburg. Außerdem beförderte an diesem Abend den Bezirksjugendfeuerwehrwart und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hermannsburg Thorsten Elser zum Oberbrandmeister und überreichte dem Ortsbrandmeister die Ehrenurkunde des Landesfeuerwehrverbandes anlässlich des Jubiläums.

Jörn Schepelmann lobte die „tolle Gemeinschaft“ in Hermannsburg, die er selber in dieser Form als aktiver Feuerwehrmann in Eicklingen bei zahlreichen Wettkämpfen habe erleben dürfen. Auch die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, welche sich momentan auf einer Dienstreise im Ausland befindet, schickte einen Videogruß.

Ulrich Kaiser überbrachte die Glückwünsche von Landrat Wiswe. Die Feuerwehr Hermannsburg sei ein Garant für Sicherheit und eine wichtige Institution der Dorfgemeinschaft und genieße somit eine hohe Wertschätzung und Verbundenheit innerhalb des Ortes. Volker Prüsse überbrachte Glückwünsche seitens der Kreisfeuerwehr. 125 Jahre Hilfe zum Wohle des Bürgers, ehrenamtlich, neben dem eigentlichen Beruf – dies sei keines Wegs selbstverständlich, so Prüsse.

Axel Flader sprach der Feuerwehr, besonders dem Ortsbrandmeister und seinem Kommando, seinen Dank für die geleistete Arbeit aus. Ebenfalls sprach er den ehemaligen Ortsbrandmeistern seine Hochachtung aus: „Sie haben über Jahre hinweg die Geschicke zum Wohle der Gemeinheit geprägt.“

Dieter Ruschenbusch überbrachte Glückwünsche seitens der Polizeidirektion Lüneburg. Bürgernähe, Dienst am Nächsten, 365 Tage im Jahr für das Wohl des Bürgers da zu sein und dies alles ehrenamtlich, sei in der heutigen Zeit keineswegs Normalität, so Ruschenbusch. Sander überbrachte Glückwünsche der gesamten Gemeindefeuerwehr Südheide. In den vergangenen Jahren habe man sich vielen Herausforderungen stellen müssen, welche mit hohem Engagement gemeistert worden seien.

Thorsten Elser blickte auf die Zeit seitens der Jugendfeuerwehr Hermannsburg zurück. Für seine jahrelange Arbeit in der Jugendfeuerwehr Hermannsburg wurde Markus Koppelmann mit der Florianmedaille der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr ausgezeichnet. Ulf Sowinski erhielt an diesem Abend das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr.

Die Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr und auch die aktive Wehr konnten sich an diesem Abend über Geschenke freuen, die Ehrenortsbrandmeister Andreas Koch den Verantwortlichen feierlich übergab.

Im Anschluss an die Grußworte folgte ein Auftritt der besonderen Art. Die leuchtenden Fontänen der Freiwilligen Feuerwehr Soltau e.V., Deutschlands größte transportable Wasserorgel, ließen den Örtzepark rund 45 Minuten lang bunt erleuchten. Nach der beeindrucken Show begann die Zeltfete bis tief in die Nacht.

Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühschoppen, begleitet vom Musikzug der Feuerwehr Eschede und Rahmenprogramm für die jüngsten Gäste. Außerdem stelle der Förderverein Feuerwehrmuseum Celle seine Fahrzeuge zur Schau.

Die Geschichte und viele weitere interessante Informationen rund um die Hermannsburger Wehr können auch in der anlässlich des Jubiläums erschienen Festschrift oder unter www.feuerwehr-hermannsburg.de nachgelesen werden.

Infos: Daniel Schulz / Sascha von Hörsten
Fotos: Peter Müller / Daniel Schulz

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