WINSEN/ALLER. Am heutigen Freitag fand in Winsen erstmals eine Fridays for Future-Demo statt. Dazu teilt die Winsener AfD-Fraktionsvorsitzende Susanne Rotermund mit, sie sei „wenig überrascht über das Informationsdefizit der Schüler“.

„Es ist geradezu hanebüchen, wie uninformiert die Schüler hier auf die Straße geschickt werden“,  stellt Rotermund entsetzt fest. „Leider wurde den Schülern so gut wie keine Möglichkeit gegeben, mit den anwesenden Bürgern ins Gespräch zu kommen“, bedauert die Fraktionsvorsitzende, „da die Schüler sich nach einer kurzen Ansprache der Schülersprecherin, die wie bei allen Friday for Future Demonstrationen, den Weltuntergang proklamierte, wieder auf den Rückweg zur Schule machten.“

„Statt die Schüler für eine Klimalobby zu instrumentalisieren, sollte es primär ein Anliegen der Schulleitung sein, dass die Schüler sich eingehend mit der Thematik auseinandersetzen“, fährt Rotermund fort, die es „grundsätzlich sehr gut“ findet, wenn sich Jugendliche für ihre Ziele stark machen und einsetzen. Den Schülern werde jedoch nicht erklärt, wie hoch der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß in Deutschland im weltweiten Vergleich sei. „Der liegt nämlich völlig undramatisch bei rund 2,7 %“. Ihnen werde auch nicht erzählt, unter welchen Bedingungen Rohstoffe für die Akkus von E-Autos abgebaut werden. Ihnen werde auch nicht erzählt, welche negativen Auswirkungen von Windkraftanlagen ausgehen können oder wieviel Kohlenstoffdioxid für die Herstellung einer einzigen Anlage ausgestoßen wird.

Rotermund sieht hier die Schulleitung bzw. Lehrerschaft in der Pflicht, die Schüler wenigstens mit dem notwendigen Grundwissen auszustatten, bevor man sie „ins kalte Wasser“ schmeiße. Sie appelliert aber auch an die Eigenverantwortlichkeit der Schüler, da man nur etwas bewirken könne, wenn man seine Forderungen mit einem ausreichenden Informationsstand, gut argumentiert nach außen trage. Nach Ansicht der AfD ist die Fridays for future-Bewegung aber ohnehin „nicht ganz so eine eigendynamische“ Schülerbewegung, wie es von den Initiatoren von Fridays for Future proklamiert werde, die ihren Sitz in den Räumlichkeiten des linksalternativen Treffpunkts „Alte Mu Impuls – Werk e.V. hätten und als „Deutsche Gesichter“ einer sogenannten Schülerbewegung zwei Klimaaktivisten der Grünen Jugend ins Rennen schickten. „Auf mich wirkte der kurze Auftritt der Schüler doch mehr inszeniert als gewollt“, zieht die Fraktionsvorsitzende ihr Fazit aus der heutigen Demo. Dass ein Schulleiter die Instrumentalisierung der Schüler für eine Klimalobby unterstütze, hält die AfD zudem „für mehr als unangemessen“.

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