CELLE. Heute diskutierten Henning Otte, MdB, und die angehenden Abiturienten des Gymnasium Ernestinum über Fragen der Friedensethik. Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU sprach mit Schülern der Religions- sowie Werte und Normen-Kurse in der fünften und sechsten Stunde im Forum des Schulzentrums.

Mit einer PowerPoint-Präsentation rund um das Thema Friedensethik leitete Otte seinen Vortrag ein. „Wir müssen den Frieden bewahren, wir müssen den Frieden gestalten und wir müssen den Frieden zurück gewinnen. Denn Frieden fällt nicht vom Himmel, aber Krieg kann leicht entstehen“, betonte Otte. Anhand des Oberthemas erklärte das Mitglied des Bundestages die Funktion und Wirkungsweise der Polizei, Bundeswehr sowie die verteidigungspolitischen Grundsätze. Zum Schluss des Vortrages folgten aktuelle Beispiele aus dem globalen Geschehen wie Russlands „Aggressionskurs“, den Wegfall der Ordnungsmacht USA oder die Flüchtlingskrise, die die angehenden Abiturienten besonders hinterfragten.

Es folgte eine Diskussion rund um die Fragen der SchülerInnen. Am umfangreichsten ging Otte auf die Frage ein, wie man sich als SchülerIn in diese wichtigen politischen Fragen rund um das Thema Sicherheit und Demokratie einbringen könnte. „Es darf uns nicht egal sein, was um uns herum passiert. Unser eigener Anspruch an uns selbst und die Gesellschaft ist die größte Möglichkeit sich zu engagieren – zum Beispiel durch das Ehrenamt oder die Vertretung unserer Werte“, so Otte. Des Weiteren interessierten sich die SchülerInnen für den wirtschaftlichen Einfluss von China auf die afrikanischen Staaten, die Bekämpfung der Probleme durch Migration und illegale Einwanderung durch Schlepperrouten.

„Es ist spannend, sich die Sichtweise der jungen Generation anzuhören. Sie weisen hohes Verantwortungsbewusstsein auf“, lobt Otte die Fragen der SchülerInnen. Der verteidigungspolitische Sprecher führt weiter aus: „Man muss Wege suchen, politische Diskussionen zu führen. Offizielle Erklärungen der Parteien reichen nicht als Informationen aus“.

Auch Birger Rohde, zehnte Klasse, ist von der Diskussion begeistert: „Herr Otte hat sehr informativ über Probleme der Flüchtlingspolitik aufgeklärt und ist auf unsere Fragen eingegangen“. Mit Jonathan Babku, zehnte Klasse, besucht Rohde das Projekt „Modell United Nations“ des Ernestinums, bei dem sie sich durch Simulation mit den Aufgaben und Handlungsfeldern der Vereinten Nationen beschäftigen. „Die Diskussion hat mir gezeigt, dass Politik vielfältig ist und die Probleme breit betrachtet werden müssen“, sagte Babku.

Text: Melina Floto





Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.