CELLE. Manchmal begegnen einem die guten Ideen ganz unvermutet. So erging es auch Friedhofsgärtnermeister Harry Sinkel, der jüngst mit seinem Enkelkind in Berlin unterwegs war. Und wie es sich für einen Friedhofsexperten gehört, führte der Spazierweg über die sehenswerten Ruhestätten der Hauptstadt. Dort entdeckte er eine Lösung, die er flugs auch für Celle adaptiert hat.

„Alle unsere Friedhöfe sind mit Brunnen ausgestattet, damit die Angehörigen die Grabstätten bewässern können“, so Sinkel. Die Wasserstellen sind auch bei den Tieren vor Ort beliebt, die diese als Tränke benutzen. Doch können sie für Amsel, Drossel, Fink und Star schnell zur Falle werden – sogar für die wendigen Eichhörnchen. Denn gelegentlich gelangen die Tiere zwar unbeschadet ans kühle Nass, aber nicht wieder heraus. „Berlin hat das clever gelöst und mittels eingelegten Baumhölzern in Schöpfbecken und Brunnen für praktische Ausstiegshilfen gesorgt“, weiß der Friedhofsgärtner. „Und was die Berliner können, das können wir auch. So haben wir die Wasserstellen unserer großen Friedhöfe entsprechend mit Baumstämmen und Stegen versehen.“

Eine tolle Idee für all‘ das durstige Federvieh und Fellgetier, das nunmehr gefahrlos auch ein kühlendes Bad nehmen kann. Damit das so bleibt, wendet sich Harry Sinkel mit einem Wunsch an alle Friedhofsbesucher: „Bitte die Hölzer im Becken belassen und nicht versehentlich entfernen! Die Tierwelt wird es danken!“





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