BERGEN-HOHNE. Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, dem 19. Mai 2019, bietet die Gedenkstätte Bergen-Belsen eine Kuratorenführung durch die neue Ausstellung „Aufrüstung, Krieg und Verbrechen. Die Wehrmacht und die Kaserne Bergen-Hohne“ an. Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner wird Interessierten den neuen Lernort M.B. 89 in der Niedersachsen-Kaserne vorstellen.

Die Kaserne wurde im Rahmen der Kriegsvorbereitung des NS-Regimes in den 1930er Jahren errichtet. Im Gebäude M.B. 89, das die Gedenkstätte seit wenigen Wochen für ihre Bildungsarbeit nutzen kann, waren von 1940 bis 1944 Wachmannschaften des Kriegsgefangenenlagers Bergen-Belsen untergebracht. Im April 1945 diente es wie die umliegenden Gebäude als Konzentrationslager. Nach der Befreiung am 15. April 1945 lebten in dem Gebäude bis 1950 KZ-Überlebende.

Die Ausstellung zur Geschichte der Wehrmacht und der Kaserne Bergen-Hohne wurde Ende April 2019 eröffnet. Anhand zahlreicher Fotos, Dokumente und Exponate zeigt sie die enge Verzahnung der Wehrmacht mit dem verbrecherischen NS-Staat. Auch der Umgang der Bundeswehr mit dem schwierigen Erbe der Wehrmacht wird thematisiert. Zudem werden mittels einer interaktiven Medieninstallation wichtige historische Orte innerhalb der heutigen Niedersachsen-Kaserne vorgestellt.

Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner hat die Ausstellung zusammen mit Studierenden der Universität Hannover und MitarbeiterInnen der Gedenkstätte erarbeitet. Interessierten wird er die Geschichte der Kaserne und die Ausstellung im Rahmen einer etwa eineinhalbstündigen Kuratorenführung vorstellen. Die Veranstaltung beginnt am 19. Mai 2019 um 14:30 Uhr auf dem Parkplatz der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Dort stellt die Gedenkstätte einen Bus zur Fahrt in die benachbarte Kaserne zur Verfügung. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine vorherige Abmeldung unter bergen-belsen@stiftung-ng.de oder Tel. 05051-4759 0 unbedingt erforderlich. Die Anmeldefrist endet am 16. Mai um 18 Uhr.

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