Führung durch die Ausstellung zur Provenienzforschung im Bomann-Museum

Kunst Von Extern | am Fr., 07.02.2020 - 17:16

CELLE. Am Sonntag, dem 16. Februar um 11.30 Uhr bietet der Kurator der Ausstellung „Suche nach Herkunft. NS-Raubkunst im Bomann-Museum?!“ einen Rundgang an.

Die Sonderausstellung beleuchtet entsprechend der Vielseitigkeit der Celler Sammlung die Forschungen zur Herkunft sehr unterschiedlicher Objektgruppen. Dabei ist detektivischer Spürsinn gefragt, um die Herkunft so weit wie möglich zu klären. Zahlreiche Quellen sind zu sichten: angefangen von den Spuren auf dem jeweiligen Objekt über die Dokumentation im eigenen Haus bis hin zu Unterlagen in Archiven im In- und Ausland.

In der Ausstellung sind neben Stücken aus regionalen Kontexten auch zahlreiche Erwerbungen aus dem überregionalen Kunsthandel zu sehen. Anhand der verschiedenen Exponate veranschaulicht der Kurator Dr. des. Christopher M. Galler, wie er zu den bisherigen Ergebnissen gekommen ist und welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind. Weiterhin beleuchtet er auch die Biografien verschiedener Personen, die im Zuge der NS-Verfolgung ihren Besitz verloren.

Ein Teil der Exponate wird monatlich gewechselt. Aktuell ist ein Gemälde aus einem siebenteiligen Gemäldezyklus von Matthäus Terwesten (1670–1757) neu ausgestellt. Der Gemäldezyklus gehörte bis 1941 zur Ausstattung einer Villa in Berlin Südende und wurde 1943 im Berliner Kunsthandel erworben. Recherchen ergaben, dass die vorherige Eigentümerin seit Ende 1943 wegen regimekritischer Äußerungen verfolgt wurde, aber zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht unter Zwang handeln musste. Die Führung ist kostenlos, es wird nur der Museumseintritt erhoben