CELLE. Die Mitarbeiter der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Celle stellen am Donnerstag, 17. August 2017, ab 14.30 Uhr ihre Arbeit vorstellen und laden zu einem kombinierten Sommerfest und Tag der offenen Tür. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Einrichtung mit dem großen Garten in der Fritzenwiese 15 anzuschauen. Es gibt Spielangebote für Groß und Klein, Mit-Mach-Aktionen der Ergotherapie, Vorstellungen von Schule und Sozialarbeit in der Tagesklinik, Führungen durch die Klinik sowie einen Waffel- und Kuchen-Verkauf. Außerdem steht der Spielplatz im großen Garten zum Spielen und Verweilen zur Verfügung.

Anlass ist das fünfjährige Bestehen der Tagesklinik und Institutsambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Kinder- und Jugendkrankenhauses Auf der Bult in Celle. Sie hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem festen Bestandteil der medizinischen Versorgung für Kinder und Jugendliche der Stadt und des Landkreises Celle entwickelt. In der Institutsambulanz werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, meist in Begleitung ihrer Angehörigen, mit Hinweisen auf psychische Probleme beraten. Die tagesklinische  Behandlung umfasst u. a. Diagnostik und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit Depressionen, Phobien, Aufmerksamkeitsstörungen und verschiedenen anderen kinderpsychiatrischen Störungsbildern.

Insgesamt wurden von 2012 bis 2016 insgesamt 362 Patienten tagesklinisch behandelt, davon 202 Jungen und 160 Mädchen in einem Altersspektrum von 5 bis 18 Jahren. „Die häufigsten Diagnosen waren Depressionen, Hyperkinetische Störungen und Soziale Phobien“, sagt Dr. Rebecca Knoche, Oberärztin und Einrichtungsleiterin der Tagesklinik. Die Behandlung erfolgt in einem multiprofessionellen Team aus Ärzten, Psychologen, einer Sozialarbeiterin, Erzieher, Kinderkrankenpfleger sowie einer Ergotherapeutin und Lehrkräften. Die Patienten werden je nach Alter in einer Kinder-Gruppe (ca. sechs Patienten von 5 bis 12 Jahren) oder einer Jugendlichen-Gruppe (ca. sechs Patienten von 13 bis 18 Jahren) betreut. „Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (niedergelassene Kinderpsychiater und Psychotherapeuten, Kinderärzte, Beratungsstellen, kommunaler Sozialdienst, Sozialpädiatrisches Zentrum u.a.) ermöglicht ein umfassendes Hilfs- und Beratungsangebot, welches auch nach der Entlassung der Patienten Behandlungsfortschritte festigt“, erläutert Knoche.

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