CELLE. 25 Kinder toben durch den Garten der Kindertagesstätte Altenhagen – alles wie an einem ganz normalen Frühlingstag? Nicht ganz, denn ein Teil der Grünfläche ist mit einem Einsteckzaun abgetrennt – der kleine, nur aus einer Gruppe bestehende Kindergarten, hat seit vergangenem Montag Besuch von fünf „Leihhühnern“. Für eine Woche haben die Kinder die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Umgang mit den Tieren zu sammeln, die Scheu zu verlieren, aber auch Mitverantwortung dafür zu übernehmen, dass es ihnen gut geht.

„Die Idee zu der Aktion entstand, als eine Familie erzählt hat, dass sie sich Hühner ausleihen will“, sagt Evelin Siegmann, Leiterin der Kita Altenhagen. Deren Vorschlag, der Kindergarten könne die Tiere doch eine Woche in Pflege nehmen, bevor sie bei der Familie unterkommen, habe man gern aufgegriffen. Selbstverständlich sei vorab beim Veterinäramt des Landkreises die Genehmigung dazu eingeholt worden. „Die Kinder trauen sich inzwischen, die Hühner zu streicheln und sie aus der Hand zu füttern. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen – gleich morgens schauen sie, ob die Tiere noch genug Wasser und Futter haben und entscheiden, was mit den Eiern gemacht wird“, so Siegmann. Die Kinder hätten viel Spaß gehabt und sich voller Begeisterung gekümmert.

Die aus Achim stammenden Hühner seien es gewohnt, immer wieder eine oder mehrere Wochen an einem anderen Ort zu sein. Fünf verschiedenfarbige Legehennen waren mit ihrem Hühnerstall, Einstreu, Futter, Futterautomat,  Wassertränke, Sandbad und Einsteckzaun von ihrem Eigentümer, Ralf-Wigand Usbeck, am Montag persönlich nach Altenhagen gebracht worden. „Zwei Mal habe ich die Hühner schon gefüttert“, berichtet der fünfjährige Paul stolz. Nun freut er sich darauf, dass die Tiere in den kommenden zwei Wochen bei ihm zu Hause in den Garten ziehen. „Wir überlegen, ob wir uns dauerhaft Hühner anschaffen“, erzählt Mutter Sandra Mansholt. Die Leihhühner seien sozusagen ein Probelauf. In der Kindertagesstätte Altenhagen kam die Woche mit den Hühnern jedenfalls gut an. Auch der AWO-Kindergarten habe die Aktion interessant gefunden und mit einer Gruppe vorbeigeschaut. „Vielleicht mieten wir die Hennen im nächsten Jahr sogar mal für zwei Wochen“, stellt Kita-Leiterin Siegmann nach der lohnenden Erfahrung in Aussicht.

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