HANNOVER. Vor dem ersten Spiel der niedersächsischen Konkurrenten Hannover 96 und VfL Wolfsburg in der aktuellen Saison der Fußballbundesliga appelliert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) an die Vernunft der Fans. Den Polizistinnen und Polizisten, die am Sonnabend im Einsatz sind, wünsche man einen friedlichen Einsatz.

„Bedauerlicherweise sind hoher Alkoholkonsum und unter anderem damit einhergehende Gewalt zu dauerhaften Begleiterscheinungen des Sports geworden“, sagt der Landesvorsitzende Dietmar Schilff. Er ruft Vereine und Fans dazu auf, derartige Exzesse deutlich zu ächten. „Fußball muss endlich wieder im Mittelpunkt stehen.“

Schilff hofft, dass die von der Bundespolizei erlassene Allgemeinverfügung Wirkung zeigt: Glasflaschen, Getränkedosen und Pyrotechnik sowie der Konsum von Alkohol sind demnach in festgelegten Bahnhöfen, Bahnstrecken und in Regionalzügen verboten. Auch Schutzbewaffnung und Vermummungsgegenstände sind nicht zulässig. Verstöße können mit einem Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro geahndet werden. „Aus unserer Sicht ist es richtig, diese gesetzlichen Möglichkeiten konsequent anzuwenden. Auch Platzverweise und Meldeauflagen für gewaltbereite Fans sind geeignete Mittel“, so Schilff. Er betont zudem, dass Pyrotechnik aus Sicht der GdP nichts in Stadien verloren habe.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten in Niedersachsen. Sie engagiert sich für ihre landesweit rund 14.500 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Polizei sowie auf dem Gebiet der Gesellschaftspolitik.

 

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