CELLE-GARSSEN. Ortsrat, Kirchengemeinde, Vereine, Verbände und die Grundschule hatten erneut gemeinsam zum „Garßener Sonntag“ eingeladen – diesmal unter dem Motto „Von ganzem Herzen…“. An der Veranstaltung beteiligten sich nicht nur die Vereine aus dem Stadtteil, sondern zusätzlich drei aus Altencelle, Vorwerk und Wathlingen. Angesichts des vielfältigen Programmangebotes ließen sich auch die Garßener nicht lange bitten: Sie strömten in Scharen auf das Gelände rund um Grundschule und Kirche.

Auf den gut besuchten Eröffnungsgottesdienst folgte ein kurzer Festakt, in dem Stadt und Ortsrat den Garßener Sportplatz in „Helmut-Meine-Sportanlage“ umbenannten. Der langjährige Celler Sportamtsleiter und Lokalpolitiker Meine war 2016 im Alter von 87 Jahren verstorben. Wie kaum ein anderer hatte er sich mit Engagement für die Belange des Ortes eingesetzt. Auf Anregung von Ortsbürgermeister Andreas Reimchen wird der Sportplatz am Hamburger Weg nun künftig Meines Namen tragen.

Nach dem „offiziellen Teil“ stürzten sich die Festbesucher gleich in das kunterbunte Treiben. Menschen aller Altersgruppen genossen die einladende, lebhafte Atmosphäre und den – trotz anders lautender Wetterberichte – letztlich dann doch sonnigen Herbsttag. So hatten die rund 100 ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen an ihren Ständen alle Hände voll zu tun. Vor den Angeboten herrschte reger Andrang, sei es nun bei der Feuerwehr, beim Low-T-Tennis, Kinderturnen, Tanzen, bei Spielaktionen oder beim Lichtpunktschießen. Sogar die Handballbegeisterung der Garßener scheint nach dem Ende der Bundesliga-Ära ungebrochen zu sein. Am Messstand der SVG-Handballabteilung ließen viele die eigene Wurfkraft elektronisch ermitteln.

Andere zeigten Geschick an der Torwand, beim Fadenziehen, Melken oder in unterschiedlichsten Geschicklichkeitsspielen. Wer es ruhiger angehen lassen wollte, agierte mit Serviettentechnik, Naturmaterialien oder beim Filzen, baute „Dosen mit Herz“ oder andere „herzige“ Dinge. Kaum ein ruhiger Moment war auch den beiden jungen Frauen am Schminkstand des Stadtteilmanagements Nord vergönnt. Sie verwandelten Besucher kunstvoll in Tiger, Diven oder Fabelwesen nach Wahl. Der Deutsche-Amateur-Radio-Club stellte mit aufwändiger Technik Kontakt in andere Länder her. Auf der Musik- und Tanzbühne agierten derweil der Kinderchor und der Posaunenchor der Markusgemeinde, anschließend die Zumba-Gruppen des SV-Garßen.

Cafeteria, Grill- und Getränkestand, Waffelbäckerei, Fischbude und Weinlaube verwöhnten die Gaumen. Die Veranstalter hatten bewusst reichliche Sitzplätze zwischen den Ständen aufgestellt. Dort saß man gut und gerne, speiste, prostete sich mit köstlichem Wein zu – oder klönte einfach „nur“ angeregt miteinander. Viele genossen die Wiedersehensfreude bzw. das Kennenlernen neuer Nachbarn – oder erfreuten sich am Spiel der Kinder, Enkel und Urenkel. Am Ende des insgesamt zweiten „Garßener Sonntags“ sah man in strahlende, zufriedene Gesichter: Sowohl bei den kleinen und großen Nutznießern, den aktiv beteiligten Programmpartnern, als auch bei den beiden Haupt-Organisatoren, Ortsbürgermeister Andreas Reimchen und Pastor Andreas Seelemeyer. „Wir sind mehr als zufrieden! Es war ein rundherum schöner Tag für alle“, strahlten beide. „So kann es dann in zwei Jahren gern weitergehen…..“.

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Text: Hanna Laitinen

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