BLECKMAR. „Danke, das ist aber sehr freundlich!“: so lautete die weitaus häufigste Bemerkung am Montag, 30.10.2017, als Gemeindeglieder der St.-Johannis-Gemeinde (SELK) Bleckmar Lutherrosen verschenkten. Lutherrosen? Genau. Das Motiv der Lutherrose – als Merkzeichen der Theologie Luthers – wurde speziell von einem Bäckermeister als Stempel in Auftrag gegeben und für das Backen von knapp 1000 Keksen aus Mürbeteig genutzt. Die Idee wurde im Sommer geboren, als es darum ging, wie wohl zum 500. Gedenken der Reformation in der Stadt Bergen seitens der Gemeinde unaufgeregt und bescheiden auf ein zentrales Anliegen der Reformation für wenige Momente einmal Aufmerksamkeit hergestellt werden könnte. Also wurden Kekse gebacken und in Tüten unter Beteiligung der Konfirmandengruppe ‚Helle Morgensterne‘ aus dem Pfarrbezirk Bleckmar – Hermannsburg – Kleine Kreuzgemeinde verpackt, mit einer Visitenkarte versehen und mit einer Schleife versehen.

So wurde nun am 30. Oktober nach dem Einkaufsbummel am E-Center mehr oder weniger im Vorübergehen jedem Passanten eine solche besondere Lutherrose angeboten, aber nicht aufgenötigt. Insgesamt wurden so über 850 Lutherrosen verschenkt. Neben der überwältigenden und freundlichen Aufnahme der kleinen Geschenktüten waren es zwei in der Kürze der Zeit gemachte Bemerkungen, die den jungen Gemeindegliedern nach der Aktion noch ein wenig nachgingen. Die Erste, überraschende Bemerkung: „Ich war vor langer Zeit mal katholisch, aber bis heute mag ich Martin Luther“, die zweite, etwas verstörende Aussage: „Ich bin zwar eine Christenkind, aber ich mag nicht …“, wobei es keine Möglichkeit gab, zu erfahren, was genau den Vorübereilenden störte.

Pastor Nietzke freut sich über das positive Erleben aller Beteiligten: „Wir wollten gerne einen Versuch starten, in der Öfffentlichkeit zum Reformationsgedenken präsent zu sein. Das ist uns für unsere Verhältnisse in ländlicher Region ausgezeichnet gelungen.“

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