LUTTERLOH. Zu einem vermeintlichen Gebäudebrand wurden die Feuerwehren Unterlüß, Hermannsburg, Baven und Wessen am gestrigen Dienstag alarmiert. Um 17:30 Uhr wurde die Feuerwehr Unterlüß zusammen mit dem Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Hermannsburg mit dem Einsatzstichwort „Unklare Feuermeldung“ alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle bot sich folge Übungslage: Eine landwirtschaftliche Maschine war aus ungeklärter Ursache in Brand geraten. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu den umliegenden Gebäuden, griff das Feuer auf eine Kartoffelscheune und einen Geräteschuppen über. Ein Schweinestall mit über 200 Schweinen war in Gefahr.

Aufgrund der massiven Brandausbreitung wurde durch den Einsatzleiter eine Alarmstufenerhöhung veranlasst, woraufhin um 17:44 Uhr die Alarmierung der Feuerwehren Hermannsburg, Weesen und Baven erfolgte. Im Verlauf der Übung wurde durch die örtliche Einsatzleitung die Einsatzstelle in zwei Einsatzabschnitte unterteilt. Im Abschnitt eins wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Unterlüß die sofortige Menschenrettung und Brandbekämpfung im Bereich des Geräteschuppens eingeleitet, der angrenzende Schweinestall durch eine Riegelstellung geschützt, sowie die Kühlung eines in der Nähe befindlichen Gastanks durchgeführt.

Im zweiten Einsatzabschnitt wurden durch die Feuerwehren Weesen, Hermannsburg und Baven die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Bereich der Werkstatt und der Kartoffelscheune durchgeführt. Zeitgleich musste die komplette Einsatzstelle aufgrund der Dunkelheit durch die Kräfte weiträumig ausgeleuchtet werden. Zur Sicherstellung des Löschwassers an der Einsatzstelle, wurden zwei, ca. 300 Meter entfernte Wasserentnahmestellen, aus einem offenen Gewässer hergerichtet.

Im Übungsverlauf wurden von den sechs, unter schwerem Atemschutz vorgehenden Trupps, drei Personen aus den Gebäuden gerettet. Zur Brandbekämpfung wurden insgesamt 8-C-Rohre im Innen-und Außenangriff eingesetzt. Nach 1,5 Stunden konnte das Übungsende gemeldet werden. Alle Übungsbeobachter, unter federführender Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Thomas Schlicht, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Übungsablauf. „Alle 68 Einsatzkräfte haben hervorragende Arbeit geleistet“, bestätigte auch Gemeindebrandmeister Henning Sander, der als Gesamteinsatzleiter fungierte. Festzustellen war die äußerst schlechte Funkverbindung in diesem Bereich, die schnellstmöglich behoben werden sollte. Zum Schluss bedankte sich Schlicht noch bei Familie Meyer für die Bereitstellung des Übungsobjektes und lud alle Anwesenden im Namen der Gemeinde Südheide zu einem kleinen Imbiss ein.

Text: Daniel Schulz

 

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