Gedanken zum deutschen Weltklima von Paul Hicks

Leserbeiträge Von Redaktion | am Mi., 18.09.2019 - 18:57

Paul Hicks, Hermannsburg, schreibt zur derzeitigen Klimaschutz-Debatte:

„Klima hin - Klima her, CO2-Steuer hin - Öko-Steuer her, Fahrverbote hin - Ölheizungsverbote her, Fridays for Future, Kohleausstieg, SUV-Denunziation usw., usw. Was gibt es in diesen Tagen nicht alles für Diskussionen und Meinungen, die einen geradezu schwindelig werden lassen, wenn es um den besagten Klimakollaps der (deutschen) Welt geht. Am Ende wird es so oder so darauf hinauslaufen, dass der Deutsche Michel dies alles irgendwie bezahlen muss, so oder so! Und es wird wieder jene treffen, die eben nicht in der Stadt, sondern auf dem Lande leben. Die Pendler, denen man sagt, dass der ÖPNV ausgeweitet wird, um dann die Zyklen im Stadtbetrieb zu intensivieren und auf dem Land eine weitere Buslinie zu streichen. Warum, so stelle ich mir die Frage, muss der Stadtmensch spätestens alle fünf Minuten einen Bus oder eine Straßenbahn vor der Nase haben? Warum kann auch er oder sie nicht mal 15 Minuten warten und man würde die freigewordenen 10 Minuten finanztechnisch gesehen auf’s Land geben. Warum muss es, wie in Hannover, parallel einen Bus und eine S-Bahn geben?

Was der Politik in diesen Tagen fehlt, sind Konzepte, klare Konzepte, die überzeugen und Ziele nicht aus parteipolitischen Überlegungen heraus verschleiern, verwässern, nur um dem „armen Bürger“ nicht wehtun zu müssen. Das ist mehr als falsch, und es ist fatal. Ein klarer Plan würde durchaus helfen und vielleicht eher eine breite Akzeptanz finden, als weiterhin mit rohen Eiern zu jonglieren. Ein innovativer Vorschlag meinerseits wäre, all jenen, die auf dem Lande ihren Wohnsitz haben, ein E-Bike/Pedelec zu 50 Prozent zu finanzieren, als der Autoindustrie weiterhin Milliarden in den Rachen zu werfen. Denn wenn wir ehrlich sind, ist der richtig große Wurf trotz aller Ingenieurskompetenz noch nicht gelungen! Zeit genug war ja bis hierhin! Und ob der batteriebetriebene Pkw die Allheillösung ist, wage ich zu bezweifeln!

Weiterhin, an den Einfallstraßen der Städte keine Miniaturparkhäuser bauen, sondern in große Parkflächen und abschließbare Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, wie in Amsterdam z.B., zu investieren, wo der geneigte Pendler seinen Pkw parken und von dort aus mit dem Bike in die Stadt fahren kann. Das wäre eine schnelle und vor allem, eine praktikable und durchaus finanzierbare Lösung. Nebenbei würde es auch die CO2-Belastungen in den Städten schnell und effektiv minimieren. Das nennt man, so glaube ich, nicht lang schnacken…, es sei denn, dort wohnen Fledermäuse (Gruß an der BUND). Zudem wäre es ein sichtbares Ergebnis, das den Menschen vermittelt, aha, hier wird jetzt angepackt und lösungsorientiert gehandelt. Aber das ist ja nur ein „ganz persönlicher“ Gedanke zur jetzigen Klimadiskussion, der allerdings durchaus Charme hat!