Gedenken an Peter Deutschmanns 19. Todestag

Gesellschaft Von Redaktion | am Mo., 13.08.2018 - 11:38

ESCHEDE. Am 10. August kamen 24 Menschen auf den Vorplatz der Johannis-Kirche zusammen, um dem 19. Todestag von Peter Deutschmann zu gedenken. Marlies Petersen vom Arbeitskreis für Demokratie und Menschenrechte Eschede erinnerte an die Tat und die Umstände, die dazu führten.

Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlich seien Motive der Täter für die schwere Körperverletzung mit Todesfolge gewesen. Peter Deutschmann wurde nur 44 Jahre alt. Sie forderte die Escheder auf, präventive Projekte für Vereine, Verbände, Kirche und Schule zu beantragen. Eine Jugendpflege und Jugendhilfe, die präventiv arbeite, sei notwendig. Der
Arbeitskreis sei bereit, solche Ideen zu unterstützen und zu verwirklichen.

Auch aktuell würden Flüchtlinge bedrängt. Sie trauten sich nicht, dies anzuzeigen. In Eschede müsse darüber gesprochen
werden. "Damals haben viele Beteiligte schon vor der Tat die Gefahr gesehen, die die beiden Täter damals für andere waren. Eine solche Tat muss verhindert werden. Dazu müssen aber alle Escheder, denen Demokratie und Menschenrechte am Herzen liegen, zusammen arbeiten", forderte Petersen. Horst-Peter Ludwigs vom Celler Forum gegen Rechtsextremismus und Gewalt forderte von den Eschedern eine klare Haltung zur Tat und wünscht sich, dass die Gemeinde Eschede einen Peter-Deutschmann-Courage-Preis vergibt. "In Eschede verhalten sich zu viele Bürger den Rechtsextremisten gegenüber zu indifferent", so Ludwigs. Hildegard Wiecker trug ihr selbst komponiertes und geschriebenes Lied ‚Der Demokrat‘ vor. Sie widmete es Peter Deutschmann.