Gedenken an Bahnunglück in Eschede zum 23. Jahrestag

Gesellschaft Von Redaktion | am Do., 03.06.2021 - 16:40

ESCHEDE. Der Terminkalender des DB-Vorstandsvorsitzenden ist für gewöhnlich von morgens bis abends dicht gefüllt. Wenn Dr. Richard Lutz, seit 2017 auf dem Chefsessel bei der Bahn, mit seinem Sekretariat die Termine plant, bleibt aber ein Tag stets frei. Der 3. Juni ist der Erinnerung an das schwerste Zugunglück in der Nachkriegsgeschichte vorbehalten. Auch heute fand zum 23. Jahrestag eine Gedenkveranstaltung statt.

Dafür setzt sich der DB-Chef in aller Frühe in Berlin in den Zug. Hier stehe nicht der Konzernlenker im Mittelpunkt, sondern die Angehörigen der Toten, die Verletzen, die Helfer und Retter von damals und die Beschäftigten der DB, die alljährlich in Dienstkleidung kommen und auch um die KollegInnen trauern, die in Eschede ihr Leben verloren haben. Für Lutz sei das kein routinierter Pflichttermin, sondern eine Herzensangelegenheit, teilt die Deutsche Bahn mit. Eine Gelegenheit zum Zuhören und zum Verstehen. Und so setzt sich am Mittag ein nachdenklicher Vorstandschef in den Zug zurück in die hektische Metropole. Und wird im nächsten Jahr wiederkommen.