BERGEN-BELSEN. Zum 72. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen finden in der Gedenkstätte Bergen-Belsen verschiedene Veranstaltungen statt:

Zu einer Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegungen laden am Sonntag, 23. April 2017, ab 10 Uhr der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, die Niedersächsische Landesregierung und die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten ein. Bereits seit 1946 erinnern Überlebende alljährlich an die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen durch die britische Armee am 15. April 1945.

Kriegsgefangenenfriedhof
Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit einer Kranzniederlegung auf dem Kriegsgefangenenfriedhof Bergen-Belsen. Es spricht Dr. h.c. Edelgard Bulmahn, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags.

Gedenkstätte
Um 11 Uhr wird die Veranstaltung mit der Begrüßung durch Geschäftsführer Dr. Jens-Christian Wagner und mit Grußworten der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters und der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen fortgesetzt. Thematisch im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers. Als Hauptrednerin wird die Überlebende des KZ Bergen-Belsen und heutige Vorsitzende des Verbands der ukrainischen Überlebenden des KZ Bergen-Belsen, Anastasja Gulej, sprechen.

Ausstellungseröffnung
Um 14 Uhr eröffnet der Leiter der Gedenkstätte Dr. Jens-Christian Wagner im Forum der Gedenkstätte die Ausstellung „Roter Winkel. Politische Häftlinge im KZ Bergen-Belsen“. Eine Einführung in die Ausstellung geben Studierende der Leibniz Universität Hannover, die die Ausstellung erarbeitet haben.

Hintergrund
Auf dem Truppenübungsplatz Bergen richtete die Wehrmacht 1940 mehrere Kriegsgefangenenlager ein, darunter auch in Bergen-Belsen. Ab 1943 nutzte die SS das Areal zusätzlich als Konzentrationslager. Bis 1945 starben hier rund 20.000 Kriegsgefangene, vorwiegend aus der Sowjetunion, sowie über 50.000 KZ-Häftlinge aus fast allen Ländern Europas, vor allem Juden, politische Häftlinge sowie Sinti und Roma.
Nach der Befreiung des KZ Bergen-Belsen durch britische Truppen am 15. April 1945 bestand in der Kaserne Bergen-Hohne noch bis 1950 ein Lager für befreite KZ-Häftlinge, darunter vor allem jüdische Holocaust-Überlebende (Displaced Persons Camp).
Die Veranstaltungen am 23. April 2017 sind öffentlich.

Am Sonntag, 23. April, bietet die Gedenkstätte einen kostenlosen Shuttlebus durch CeBus zwischen Celle und der Gedenkstätte Bergen-Belsen mit den folgenden Haltepunkten und Fahrtzeiten an:

8.15 Uhr Schlossplatz Celle
8.25 Uhr Bahnhof Celle (Am Kiosk, stadtauswärts)
8.40 Uhr Winsen Celler Straße
8.45 Uhr Winsen Küsterdamm
9.15 Uhr an Bergen–Belsen

15.15 Uhr Bergen-Belsen
15.45 Uhr Winsen Küsterdamm
15.50 Uhr Winsen Celler Straße
16.05 Uhr Bahnhof Celle
16.15 Uhr Schlossplatz Celle

Außerdem wird zu 10 Uhr ein Shuttle-Bus von der Gedenkstätte zum Kriegsgefangenenfriedhof fahren.

Sonntag,
23. April

10 Uhr
11 Uhr

Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Befreiung
des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

Ort: Kriegsgefangenenfriedhof Bergen-Belsen
Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen
Veranstalter: Landesverband der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Land Niedersachsen, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
14 Uhr

Ausstellungseröffnung „Roter Winkel. Politische Häftlinge im KZ Bergen-Belsen“
Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Forum
Veranstalter: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Historisches Seminar der Leibniz Universität Hannover

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