Gekonntes Wechselspiel von Wort und Performance bei Nienhagen-Kultur

NIENHAGEN. „Halb Lesung, halb Theater“, so hieß es in der Vorankündigung und diese hatte rund 200 Zuschauer neugierig auf den Abend werden lassen. Die Symbiose der pantomimischen Darstellung von Corina Ramona und der sympathischen Stimme von Kriminalautor Peter Jackob zog die Zuhörer und Zuschauer mit den Erlebnissen des Mainzer Altstadtkommissars Schack Bekker am Samstagabend im Hagensaal in Bann. Corina Ramona gelang es hervorragend, die verschiedenen handelnden Personen ausdrucksstark zum Leben zu erwecken. Ob die keifende Metzgerfrau Hermine und ihren frustrierten Ehemann oder den schrulligen Kommissar und dessen Enkeltochter aus „Fredriks Feuerwurst“, spielend wechselte sie die Rollen und machte so den vom Autor selbst gelesenen Krimi zum Schauspiel.
Ebenso faszinierte sie die Zuschauer mit ihrer Darstellung der Akteure im Roman „'s Rahmsüppche“, in dem es Kommissar Schack Bekker mit seinen ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden gelingt, einen Mord in einem Restaurant aufzuklären. Das gekonnte Wechselspiel von Wort und Performance faszinierte die Anwesenden.

Der in Mainz geborene Autor Peter Jakobs schreibt neben der Krimireihe des Altstadtkommissars Schack Bekker auch Sherlock-Holmes-Romane, dafür wurde er von der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft bereits mit dem ‚Blauen Karfunkel‘ ausgezeichnet. Corina Ramona hat über die Ausbildung zur Diplom-Clown-Schauspielerin zur Pantomime gefunden. Mit ihrer Darbietung gelingt es ihr spielend, die einzelnen Charaktere für die Zuschauer greifbar zu machen.

„Da wir uns diesmal für einen etwas ruhigeren Auftakt entschieden hatten, haben wir fürs Vorprogramm Andy Bermig mit flotten Rhythmen ausgesucht,“ erläutert Alexander Hass, der Geschäftsführer von NI-KU. Und damit hatte er nicht zu viel versprochen. Der Songwriter begeisterte mit altbekannten Songs von „Walking in memphis“ über Eric Clapton, The Doors, Ed Sheeran und eigenen Kompositionen von Soul bis Disco die Zuhörer und machte Lust auf Mehr. „Der Abend war eine gelungene Mischung aus flotter Musik, spannenden Texten und hervorragender Pantomime“, war sich das Publikum einig.