Gelungene Filmpremiere von Schulen, Bundeswehr und Gemeinde Faßberg: „Wie die Kohle nach Berlin kam“

Gesellschaft Von Redaktion | am Fr., 10.05.2019 - 16:46

FASSBERG. Eine überwältigende Resonanz gab es gestern Abend zur Premiere des Films „Wie die Kohle nach Berlin kam“. „Wir haben erwartet, dass so viele kommen“, erklärte Paul Hicks vom Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe und der Erinnerungsstätte Luftbrücke, der das Projekt mit initiiert hatte, augenzwinkernd. Die 400 Stühle im Soldatenheim waren nahezu komplett belegt. Neben dem Film, den Schüler des Christian-Gymnasiums Hermannsburg in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und der Gemeinde Faßberg produziert hatten, stellte auch die AG Luftbrücke der Grundschulen Müden und Faßberg ihren Beitrag zum 70. Jahrestag des Luftbrückenendes vor.
„Ich bin jetzt ein Luftbrücken-Experte“, lautete das stolze Resümee eines Viertklässlers. „Ich finde es toll, dass wir dazu beitragen konnten, das Luftbrücken-Museum für Kinder interessanter zu machen“, erklärte ein anderer. Nach den kurzen Statements der Schüler und AG-Leiterin Heike Conrads, bekamen die Zuschauer einen der Kurzfilme präsentiert, die die Grundschüler im Stil der Kindernachrichtensendung Logo mit einfachen, gezeichneten Schaubildern gestaltet hatten. Diese Filme sollen in der Faßberger Erinnerungsstätte Luftbrücke gezeigt werden und dort auch Kindern den Zugang zu diesem Teil der deutsch-deutschen Geschichte erleichtern. Heike Conrads dankte zudem der VR-Stiftung. Sie habe durch ihre Spende von 15 Tablets das Projekt erst möglich gemacht. Begeistert zeigten sich die Kinder auch von ihrem Besuch in Berlin, wo sie Zeitzeugen getroffen und Originalschauplätze der Luftbrücke besucht hatten.

Vor dem Höhepunkt des Abends, der Präsentation des Films mit Statements von Zeitzeugen, die die Luftbrückenzeit in Faßberg oder Berlin erlebt haben, erläuterten Andreas Weber als verantwortlicher Lehrer des Christian-Gymnasiums und zwei der beteiligten SchülerInnen den Nutzen des Projektes aus ihrer Sicht: „Es waren packende und realistische Eindrücke, die man keinem Geschichtsbuch entnehmen kann“, so eine Schülerin der Klasse 11a. Geschnitten und bearbeitet wurde das Ausgangsmaterial von 3000 Minuten Filmmaterial durch Stabsfeldwebel Lars Kröger vom Fliegerhorst Faßberg.

In drei Teilen kommen zunächst Faßberger zu Wort, die ihre Kindheitserinnerungen aus der Luftbrückenzeit schildern, dann stehen Männer im Mittelpunkt, die selbst am Verladen der ca. 11 Millionen 50 Kilo-Säcke mit Kohle in Faßberg beteiligt waren und schließlich schildern Menschen ihre Eindrücke, die zur Zeit der Luftbrücke in Berlin gelebt haben.
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